Klinikum Straubing Covid-Intensivpatient in ein anderes Krankenhaus verlegt

Um Kapazitäten für Notfälle freihalten zu können, wurde ein Intensivpatient innerhalb Bayerns in ein anderes Krankenhaus verlegt. Foto: Armin Weigel

Ein Covid-Intensivpatient aus dem Straubinger Klinikum St. Elisabeth musste in der Nacht zum Freitag in ein anderes Krankenhaus verlegt werden, um noch Kapazitäten für andere Notfälle wie Unfälle oder Herzinfarkte freihalten zu können. Das bestätigte Dr. Hannes Häuser, Ärztlicher Direktor und Pandemiebeauftragter des Klinikums, auf telefonische Anfrage.

Allerdings sei die Verlegung nach seiner Aussage nicht im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Konzepts erfolgt, wie verschiedene Medien am Freitag berichtet hatten. Vielmehr handle es sich um eine Verlegung innerhalb Bayerns im Rahmen der übergeordneten Krankenhaus-Koordination. "Das ist gar nicht ungewöhnlich und geschieht nur mit Einwilligung des Patienten beziehungsweise der Angehörigen." Fakt ist: die Lage auf der Intensivstation des Klinikums St. Elisabeth bleibt angespannt. "Die Betten sind kontinuierlich mit Covid-Patienten ausgelastet", so Häuser.

Derzeit sei die Situation zwar stabil, aber die Prognosen für die kommenden Wochen lassen einen weiteren Anstieg der Patientenzahlen befürchten. Häuser nennt das größte Problem bei der Versorgung der Covid-19-Erkrankten: "Sie bleiben lange Zeit auf der Intensivstation und müssen beatmet werden." Normalerweise sei die Fluktuation auf der Intensivstation viel höher. Somit sei nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Verlegungen komme.

Für den Transport der Intensivpatienten werden spezielle Krankenwagen mit Personal zur Verfügung gestellt, deshalb muss das Klinikum dafür nicht auch noch Ärzte und Pflegekräfte frei halten.

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