Italien Afghanen aus Italien bei Einreise gestoppt

Rosenheim - Seit den Evakuierungsmaßnahmen in Kabul hat die Bundespolizei Rosenheim mehrere afghanische Flüchtlinge gestoppt, die zuvor nach Italien ausgeflogen worden waren. Allein am Wochenende wurden Ermittlungen gegen drei Männer aufgenommen, die 14 afghanische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust haben sollen, teilte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Rainer Scharf, am Montag mit. Die Afghanen waren demnach zuvor mit italienischen Militärflugzeugen aus Kabul evakuiert worden.

Auf der Autobahn A93 nahe Kiefersfelden geriet ein in Italien zugelassener Wagen mit einer afghanischen Familie in eine Grenzkontrolle. Dabei konnte sich nur der irische Fahrer ordnungsgemäß ausweisen. Die Afghanen hatten keine Papiere für einen Aufenthalt in Deutschland. Der Vater gab an, er wolle mit seiner Frau und beiden Kindern zu Verwandten in Niedersachsen.

Zehn weitere Afghanen ohne gültige Reisedokumente trafen die Beamten in einem italienischen Reisebus an. Auch sie waren nach eigenen Angaben mit einem italienischen Militärflugzeug aus Kabul evakuiert worden. In Italien hatten sie Asylgesuche gestellt. Begleitet wurden sie von zwei Männern, die offenbar die Busreise organisiert hatten.

Die Helfer wurden wegen Verdachts des Schleusens angezeigt. Die Afghanen erhielten Anzeigen wegen illegaler Einreiseversuche und wurden mit ihren Kindern in Erstaufnahmeeinrichtungen gebracht.

Bereits am Montag vor einer Woche hatte die Bundespolizei nahe Rosenheim in einem Zug aus Italien eine fünfköpfige Familie aus Afghanistan in Gewahrsam genommen. Dem Vater zufolge war auch seine Familie in einem italienischen Militärflugzeug ausgeflogen worden.

© dpa-infocom, dpa:210906-99-115790/2

 

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