Interviewserie „Über den Rand“ Und die Zukunft?

Eine Situation, die man in diesem Umfang in Deutschland kaum kennt …

Seit 5. Dezember wird hier gestreikt. Wir sitzen fünfzig Meter neben einer Metro-Station. Ab dem 5. Dezember war die Station drei Wochen geschlossen. Auch die Busse fuhren zum Teil nicht. Da kommt einfach kein Mensch. Das Weihnachtsgeschäft hat praktisch gar nicht stattgefunden – ich habe einen Verlust von 60 Prozent gegenüber 2018. Und der damalige Umsatz war auch schon nicht so toll, weil es da mit der Gelbwesten-Bewegung anging.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Wie wäre es mit einer Buchhandlung in der Karibik?

Nein. (lacht) Meine Pläne sind ziemlich klar. Ich steige aus dem Buchhandel aus und verlasse Paris nach 15 Jahren. Ich gehe nach Deutschland zurück. Ich habe das Gefühl, dass ich mit der Buchhandlung meine Karriere abgeschlossen habe. Jetzt mache ich erst einmal eine Pause und dann überlege ich mir etwas Neues.

Dürfen wir dann hoffen, dass Sie wieder nach Niederbayern oder in die Oberpfalz kommen?

Ich werde mit meinem Mann nach Frankfurt gehen, weil er dort nun beruflich tätig ist. Aber irgendwann – vielleicht wenn ich kurz vor der Pension stehe – möchte ich schon wieder nach Bayern. Von Paris aus war ich auch wenigstens einmal pro Jahr in Bayern – in Niederbayern und der Oberpfalz, also da, wo für mich auch Heimat ist, wo Freunde und Familie sind. Durch Frankfurt bin ich nun aber näher an Bayern dran.

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In unserer Interviewserie „Über den Rand“ sprechen die idowa-Redakteurinnen und Redakteure mit Menschen, die Einblicke in nicht alltägliche Bereiche geben können – weil sie zum Beispiel einen besonderen Beruf haben oder ein ungewöhnliches Hobby. Oder weil sie einfach ein Leben führen, das spannend ist.

 

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