Interview Bianca Rösch: Goaßmaßkönigin „mit Leib und Seele“

Bianca Rösch bei der „Krönungszeremonie“. Wie sie die erste Hälfte ihrer Amtszeit als Bayerische Goaßmaßkönigin erlebt hat, erzählt sie im idowa-Interview. Foto: Susanne Raith

Ob das Gäubodenvolksfest in diesem Jahr wie gewohnt stattfinden kann, scheint angesichts der aktuellen Lage ungewiss. Trotzdem - oder gerade deshalb - wollen wir ein bisschen Vorfreude stiften auf das, was nach Corona bestimmt wieder kommt... und ein paar Erinnerungen teilen an die Zeit davor. Wir haben die Bayerische Goaßmaßkönigin Bianca Rösch aus Regensburg zu ihren persönlichen Highlights seit ihrer Wahl gefragt.

Einer der Höhepunkte für uns beim Gäubodenvolksfest 2019 war die Kür der Bayerischen Goaßmaßkönigin im Festzelt Reisinger. Wir hatten die Goaßmaß-Regentin gemeinsam mit dem Straubinger Kabarettisten Thomas Mayer alias Vogelmayer, und vor allem gemeinsam mit unseren Lesern gesucht und gefunden.

Das folgende Interview entstand vor gut zwei Wochen, als weder Goaßmaßkönigin Bianca Rösch noch wir ahnten, wie sich die Situation kurz danach ändern würde. Das Coronavirus war deshalb in unserem Gespräch noch kein Thema.

Was war das Spannendste, Interessanteste, vielleicht auch Skurrilste, was Sie in Ihrer bisherigen Zeit als Bayerische Goaßmaßkönigin erlebt haben? Welche Anekdote ist Ihnen ganz besonders im Gedächtnis geblieben?

Bianca Rösch: Im ersten Moment vielleicht etwas skurril, im zweiten Moment eines der schönsten, interessantesten und unterhaltsamsten Erfahrungen im vergangenen Jahr war das Apfelfest in Natz-Schabs, bei dem die südtiroler Apfelkönigin auf einem hochgebauten Apfel-Thron durch das Tal gefahren wurde. Hier konnte man auf sehr sympathische Weise miterleben, was es heißt Produktvertreterin mit Leib und Seele zu sein. Mir selbst wurde auch dort meine missionarische Verantwortung als Vertreterin der Goaßmaß mal wieder bewusst als ich zum wiederholten Mal von Festbesuchern angesprochen wurde, wie viele Geißen ich denn besäße und dass sie auch Ziegen Daheim hätten.

Wie ist das Verhältnis zu den anderen Produktköniginnen, auf welcher Art von der Veranstaltungen trefft Ihr Euch und wie muss man sich die Stimmung da vorstellen?

Rösch: Mein persönliches Verhältnis zu den Produktköniginnen ist sehr gut, wobei es bei einigen bereits nach den ersten Begegnungen eine freundschaftliche Beziehung überging. Bei vergleichbaren Produktvertreterinnen stimmungsaufhellender Getränke wie Wein- oder Bierköniginnen fiel es mir komischerweise besonders leicht (lacht). Begegnen kann man sich auf sämtlichen Festen, Märkten, Ausstellungen, Messen und Veranstaltungen in ganz Deutschland und der Alpenregion. Selbst zum Skifahren, Donauschwimmen und Sightseeing haben wir uns schon getroffen. Wobei die Gaudi bei all dem natürlich immer an erster Stelle stehen muss.

Vor Ihnen iegt die Volksfestsaison 2020. Auf welches der bayerischen Feste freuen Sie sich am meisten und warum?

Rösch: Am meisten freue ich mich tatsächlich aufs heimatliche Gäubodenvolksfest in Straubing (lacht). Wobei das Spannende an diesem Amt schon auch ist, Feste mitnehmen zu können, auf die man so wahrscheinlich eher nicht kommen würde, wie z.B. die Traunsteiner Rosentage oder das Käse- und Gourmetfest in Lindenberg. Meine Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass mit der richtigen Stimmung wirklich jedes Fest zu einem Highlight werden kann.

Im August wird eine neue Königin gewählt. Was würden Sie der neuen Königin als Tipp mit auf den Weg geben?

Rösch: Als bayerische Goaßmaßkönigin vertritt man meiner Meinung nach nicht nur ein alkoholisches Mischgetränk sondern auch Brauchtum, Kultur und ein Stück weit bayerisches Lebensgefühl. Darum: sei unvoreingenommen, entspannt und - vor allem - hab Spaß dabei!

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