Viele lesen „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ als Lektüre in der Schule. Das Buch erschien vor über 40 Jahren, seitdem hat sich die Drogenszene stark verändert. Wie sehr, beschreibt Isabell Beer in „Bis einer stirbt“ an zwei Schicksalen.

Hallo, Isabell! Drogen wurden in Clubs oder an Schulen verortet. Dein Buch zeigt, wie groß die Szene im Internet ist. Ist so der Zugang noch einfacher geworden?

Isabell Beer: Auf jeden Fall. Es war noch nie einfacher, an Drogen zu kommen. Sie sind sehr günstig geworden und im Internet ist es vollkommen egal, wer oder wie alt man ist. Online kann man sich als sonst wer ausgeben. Josh aus meinem Buch hat vieles per Nachnahme bestellt. Das heißt, er musste noch nicht mal ein Konto haben, er konnte zum Teil an der Haustür bezahlen. Das macht es auch für Eltern sehr schwierig, das festzustellen.

Buchtipp: "Bis einer stirbt": Die Drogen-Schicksale zweier Jugendlicher

Ist die Szene im Netz zu sehr vernachlässigt worden?