Protestaktion in Landshut Zum zweiten Mal wurde im Vion Schlachthof gestreikt

Im Vion Schlachthof in Landshut ist am Freitag erneut gestreikt worden. Etwa 50 Beschäftigte legten ab 2 Uhr ihre Arbeit nieder. Foto: Gewerkschaft NGG Region Niederbayern

Etwa 50 Mitarbeiter des Vion Schlachthofes in Landshut haben in der Nacht auf Freitag ihre Arbeit niedergelegt. Sie folgten damit einem Streikaufruf der NGG, die so mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für die Schlachtung in Deutschland durchsetzten will. 

Bereits Ende März hatte es im Landshuter Schlachthof einen Warnstreik gegeben. Da die Tarifverhandlungen seidem keinen Durchbruch gebracht hatten, rief die NGG zu einer zweiten Protestaktion auf. "Nahezu die komplette Schlachtung ist dem Aufruf gefolgt", so Wilfried Maxim, Sprecher der Gewerkschaft NGG. Die etwa 50 Streikenden haben ihre Arbeit gegen 2 Uhr niedergelegt und auch nicht wieder aufgenommen.

Hintergrund der Warnstreiks: Die NGG fordert für alle Beschäftigten in der Schlachtung und Verarbeitung einen Mindestlohn von 12,50 Euro. Zudem will sie in einem weiteren Tarifvertrag auch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen erreichen. Die Arbeitgeber haben bisher einen Mindestlohn von 10,50 pro Stunde und eine stufenweise Erhöhung auf 12 Euro bis 2023 angeboten. Dies bezeichnet Maxim als "völlig indiskutabel". Mit den Warnstreiks will die NGG nun weiter Druck auf die Arbeitgeberseite aufbauen. "Die Beschäftigten sind stinksauer. Trotz des Verbots von Werkverträgen und Leiharbeit ab 2021 konnten sie nicht feststellen, dass sich die miserablen Arbeitsbedingungen seitdem verbessert hätten. Nun sind sie entschlossen, ihrer schweren Arbeit einen Wert zu erstreiken", so der NGG-Sprecher. 

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