Hunde Leinenpflicht: Worauf Hundehalter wirklich achten müssen

In Bayern herrscht keine generelle Leinenpflicht - dieser Welpe dürfte also auch frei umherlaufen. Sinnvoll ist die Leine aber trotzdem oft. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Hunde: Für die einen sind sie der beste Freund des Menschen, für andere Ärgernisse auf vier Beinen. Letztere würden sie gern nur angeleint sehen. Was viele nicht wissen: Eine generelle Anleinpflicht gibt es in Bayern gar nicht.

Sollten Hunde frei laufen dürfen oder besser an der Leine geführt werden? Diese Frage sorgt auch in unserer Region immer wieder für Gesprächsstoff. Zuletzt am vergangenen Montag, als in Adlkofen (Landkreis Landshut) ein Dalmatiner bei einem Spaziergang plötzlich auf die Straße lief. Der Hund, der nicht angeleint war, wurde dabei von einem Auto erfasst und getötet. Auf unserer Facebook-Seite entwickelte sich daraufhin eine lebhafte Diskussion. Ein Wort fiel dabei immer wieder: Leinenpflicht. Nur: Eine generelle Leinenpflicht gibt es in Bayern überhaupt nicht. Das bedeutet allerdings mitnichten, dass Hunde überall ohne Leine laufen dürfen. Denn Gemeinden und Städte können in dieser Hinsicht eigene Bestimmungen festlegen. 

Wie sieht die rechtliche Grundlage aus?

Generell gibt es in Bayern keine Leinenpflicht. Das bedeutet, dass Hunde erst einmal grundsätzlich auch ohne Leine geführt werden dürfen. Allerdings können die einzelnen Kommunen in ihrem Wirkbereich eigene Bestimmungen festlegen. Die gesetzliche Grundlage bildet dabei Art. 18 Abs. 1 Landesstraf- und Verordungsgesetz (LStVG). Darin heißt es: "Zur Verhütung von Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder die öffentliche Reinlichkeit können die Gemeinden durch Verordnung das freie Umherlaufen von großen Hunden und Kampfhunden im Sinn des Art. 37 Abs. 1 Satz 2 in öffentlichen Anlagen sowie auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen einschränken. Der räumliche und zeitliche Geltungsbereich der Verordnung ist auf die örtlichen Verhältnisse abzustimmen, wobei auch dem Bewegungsbedürfnis der Hunde ausreichend Rechnung zu tragen ist."

Was bedeutet das genau?

Einfach gesagt bedeutet es, dass Kommunen selbst bestimmen können, wo Hunde aus Sicherheitsgründen an der Leine geführt werden müssen. Wobei „einfach“ hier eher nicht das richtige Wort ist, weil der Gesetzestext gleich drei Einschränkungen enthält: Er bezieht sich auf „große Hunde“, „Kampfhunde“ und „öffentliche Plätze“.

 

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