Hunde Wie Gemeinden in der Region damit umgehen

Wie gehen verschiedene Gemeinden in Ostbayern mit diesem Thema um?

Unterschiedlich. Für Hundehalter empfiehlt es sich deswegen immer, in ihrer Gemeinde nachzufragen, ob (und falls ja: wo genau) eine Leinenpflicht besteht. Wir haben beispielhaft bei den Verantwortlichen in Straubing, Landshut und Cham nachgefragt.

In Straubing sind die entsprechenden Regelungen in der Hundehaltungsverordnung der Stadt enthalten. Große Hunde und Kampfhunde müssen also in öffentlichen Anlagen sowie auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen der im Zusammenhang bebauten Ortsteile der Stadt angeleint werden. Die Leine darf dabei höchstens zwei Meter lang sein. Gleichzeitig muss die Person, die den Hund führt, auch jederzeit in der Lage sein, ihn körperlich zu beherrschen. Für besonders empfindliche Bereiche (z.B. Kinderspielplätze) gilt sogar ein generelles Verbot. Auch ein Mitführen an der Leine ist in diesen Bereichen nicht gestattet. Bei Verstößen kann die Stadt eine Geldbuße verhängen. Laut Armin Kräh vom Ordnungsamt Straubing gibt es in dieser Hinsicht aber nur selten Probleme: „Die Hundehalter in Straubing sind relativ unproblematisch.“

In Landshut besteht keine flächendeckende Leinenpflicht, allerdings gibt es auch hier Bereiche, in denen Hunde angeleint werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel die Fußgängerzone in der Altstadt, der Trimmpfad Obere Isarauen, Sportplätze und die Flächen öffentlicher Vergnügungen (dazu zählen zum Beispiel das Messegelände sowie das Volksfest-, Haferl- und Christkindlmarktgelände während der jeweiligen Veranstaltungen). Die Einzelheiten sind in der städtischen Sicherheitsverordnung geregelt. Auch in Landshut gibt es mit Hundehaltern aber nur selten Probleme, wie Wieslawa Waberski, Sprecherin des Hauptamts der Stadt Landshut, berichtet: „Verstöße kommen nicht häufig vor. Es gibt kaum Beschwerden.“

Auch in Cham gibt es keine allgemeine Anleinpflicht, wie Michael Bücherl, Leiter des Ordnungsamtes, berichtet. Allerdings kann im Einzelfall ein Leinenzwang angeordnet werden – zum Beispiel, wenn Hunde wiederholt auffällig werden oder Beschwerden vorliegen. Bei einzelnen Hundebesitzern musste die Stadt auch bereits auf diese Weise aktiv werden. „Bis dato haben wir mit dieser Vorgehensweise, bei Bedarf im Einzelfall entsprechend zu reagieren, gute Erfahrungen gemacht“, so Bücherl.

 
 
 

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