Herrmann zu Besuch in Straubing Telenotarzt und Trainingszentren kommen bis 2022

Hat bei seinem Besuch in Straubing den Einsatzkräften in der Region einiges versprochen: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Foto: Peter Kneffel/dpa

Was in Straubing mit einem Pilotprojekt begann, soll schon bald in ganz Bayern Realität sein: Innenminister Joachim Herrmann kündigte bei einem Termin in der Gäubodenstadt an, den Telenotarzt bis zum Arbeitsbeginn Mitte 2022 flächendeckend einzuführen.

"Aktuell werden unter anderem die notwendigen Änderungen im Bayerischen Rettungsdienstgesetz erarbeitet", sagte der Minister und gab bekannt, dass die niederbayerische Stadt wieder Telenotarztstandort werden soll. Außerdem kündigte er den Ausbau von Trainingszentren der Polizei in Niederbayern an. Ein solcher Neubau sei auch in Straubing vorgesehen.

Noch im Laufe dieses Jahres sei mit einem Beschluss im Landtag und dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung zu rechnen, gab Hermann in Bezug auf den Telenotarzt bekannt. Die Telemedizin mache es möglich, dass der Arzt etwa per Videoübertragung im Krankenwagen zugeschaltet ist, ohne vor Ort anwesend zu sein. So können die Sanitäter mit dem Expertenwissen im Rücken schnell am Einsatzort handeln.

Auch wenn nicht zuletzt der Ärztemangel vor allem in ländlichen Gebieten ein Grund für das Projekt war, betonte Herrmann, dass die flächendeckende Versorgung der bayerischen Bevölkerung mit notärztlichen Leistungen auch ohne Telenotarzt sichergestellt sei. Den aktuellen Gesetzentwurf des Bundes zur Reform der Notfallversorgung lehne er ab – zu ungleich seien Aufgaben und Kosten auf Bund und Länder verteilt.

Im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Niederbayern sind laut Herrmann drei große Trainingszentren für die Bayerische Polizei geplant. Ein Polizeitrainingszentrum ist in Straubing vorgesehen. Der Neubau soll nach Herrmanns Worten auf einem rund 6.300 Quadratmeter großen Grundstück der Gemarkung Alburg entstehen. Neben den Trainingsmöglichkeiten soll dort auch der „Operative Ergänzungsdienst Straubing“ für Diensthundeführer und Einsatzeinheiten untergebracht werden. Elf Millionen Euro soll der Bau kosten.

In Passau ist bei dem aktuell im Bau befindlichen neuen Dienstgebäude bis 2021 ein weiteres Einsatztrainingszentrum geplant. Dort soll die „modernste Schießanlage der gesamten Bayerischen Polizei“ unterkommen, sagte Herrmann. Darüber hinaus wird in Freyung ein Trainingszentrum für alle Spezialeinheiten der Bayerischen Polizei errichtet und diese in einem weiteren Schritt um einen Aus- und Fortbildungsstandort erweitert.

 

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