Grenzfähnlein in Spanien, Tag 3, 10.30 Uhr: Die erste Probe

 Foto: Thomas Linsmeier

Langsam wird's ernst: Heute Vormittag durfte das "Grenzfähnlein" das erste Mal in die Halle, in der sie sich am morgigen Samstag international vergleichen wird.

Mit drei Stücken wird der Further Spielmannszug vor die Jury treten. In der gemischten Klasse, also mit allen Instrumenten des gesamten Zuges, trägt er die Stücke "Provocation" und "Musikexpress" vor, in der Flötenklasse "My cool Lady". Alle drei Kompositionen stammen aus der Feder von Hermann Dirscherl, der auch als Dirigent auf der Bühne steht. Er zeigte sich nach der Probe, für die gerade einmal ein knapp über eine halbe Stunde Zeit blieb, durchaus zufrieden, nicht nur mit der Leistung seiner Musiker, auch mit der Akustik in der Sporthalle "Pavillon German Maragall", die hierfür extra mit Kunststoffbahnen ausgelegt wurde.

Dort war übrigens in manchen Gesichtern der wartenden anderen Musiker der insgesamt 16 Spielmannszüge aus fünf europäischen Ländern bereits abzulesen, dass das "Grenzfähnlein" einen sehr positiven Eindruck hinterlässt. So gab es von der wartenden Konkurrenz spontan Applaus. "Ja, es passt. Ein paar Kleinigkeiten, aber die sag ich den einen oder anderen noch", meinte Dirscherl danach. Auch er sieht dem ersten internationalen Kräftevergleich des Further Spielmannszuges zuversichtlich entgegen. Dass doch nicht alles so planbar ist - trotz rund eineinhalbjähriger Vorbereitung - zeigte sich am Morgen. Vom Bus, der die Further in ihre Wettbewerbshalle bringen sollte, fehlte jede Spur. So hieß es für Andreas Roder und sein Team: improvisieren! Da passte es gerade, dass die Tourismus-Bimmel-Bahn vor dem Hotel zufällig hielt. Sie wurde schnell geentert... Manchmal braucht man einfach Glück - auch als deutscher Meister.

 
 
 

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