Gesundheitsministerium Bund zahlt mehr als 600 Millionen an Kliniken für Pandemie

Ein Pfeil weist den Weg zur Notaufnahme eines Krankenhauses. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Corona-Aufschläge, Ausgleichszahlungen für ausgefallene OPs: Bayerische Kliniken haben vom Bund Hunderte Millionen für die Bewältigung der Pandemie bekommen. Doch das reicht aus Sicht der Krankenhausgesellschaft noch nicht.

Bayerns Krankenhäuser haben zur Bewältigung der Corona-Pandemie bislang 628 Millionen Euro vom Bund bekommen. Darunter sind 213 Millionen Euro Versorgungsaufschläge und 415 Millionen Euro Ausgleichszahlungen, wie der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Ostersonntag mitteilte.

Der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Roland Engehausen, betonte: "Bei uns in den Kliniken ist die Pandemie noch längst nicht vorbei." Eine Verlängerung der Ausgleichszahlungen des Bundes bis 30. Juni 2022 sei daher "dringend geboten". Er forderte außerdem "eine Budgetsicherheit für die Zeit nach der Pandemie bis nächstes Jahr".

Auch Holetschek will sich für die Verlängerung der Zahlungen einsetzen, wie er sagte. "Das Personal in unseren Kliniken hat sich im vergangenen Herbst und Winter erneut enormen Herausforderungen stellen müssen. Und diese sind immer noch nicht vorbei - auch wenn das in der öffentlichen Wahrnehmung manchmal zu kurz kommt", so der Minister.

Zuletzt war die Zahl der Patienten, die mit Covid-19 auf Intensivstationen im Freistaat behandelt werden mussten, unter die 300er-Marke gerutscht. Am Ostermontag lag sie bei 285.

Und auch die Corona-Inzidenz in Bayern stabilisierte sich unter der 1000er-Marke. Das Robert Koch-Institut meldete am Ostermontag 939,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche.

Allerdings sind die Zahlen derzeit generell mit Vorsicht zu genießen: Das RKI wies darauf hin, dass in der Ferienzeit weniger getestet und gemeldet werde. Experten gehen zudem ohnehin schon von einer hohen Dunkelziffer aus, da beispielsweise nicht alle Infizierten einen PCR-Test zum Nachweis der Infektion machten.

Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Ostermontag binnen 24 Stunden 10.008 neue Corona-Fälle und drei weitere Todesfälle.

Die bayernweit höchste Inzidenz wurde mit 2724,3 für den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz ausgewiesen, der damit auch bundesweit an der Spitze lag. Am niedrigsten war sie im Landkreis Regen mit 469,5.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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