"Gerechtes Unentschieden" Die Stimmen zum Jahn-Remis gegen den HSV

Kapitän Marco Grüttner (rechts) und der SSV Jahn haben sich einen Punkt gegen den Hamburger SV verdient. Foto: dpa

Nach zwei Siegen in der vergangenen Saison hat der SSV Jahn Regensburg auch am Samstagnachmittag den Hamburger SV geärgert. Die Regensburger holten beim 2:2 in der ausverkauften Continental Arena völlig verdient einen Punkt gegen den Aufstiegsfavoriten, waren zeitweise sogar einem Sieg nahe. Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel.

Marco Grüttner (Kapitän SSV Jahn): "Wir wollten da anknüpfen, wo wir letzte Saison gegen den HSV aufgehört haben und sie in jeder Situation stressen. Ich glaube, der HSV hatte heute keine einzige ruhige Minute. Wenn man den gesamten Spielverlauf sieht, waren wir drauf und dran den HSV zu besiegen, müssen das 2:0 machen. So kommt Hamburg dann auf, macht irgendwie aus dem Nichts die beiden Tore. Dann haben wir nicht aufgegeben und so war es am Ende schon ein gewonnener Punkt. Es war einfach wichtig, dass wir die Niederlagenserie durchbrochen und gegen den HSV ein enorm starkes Spiel gezeigt haben. In den letzten Wochen hat es immer geheißen, wir waren drauf und dran etwas zu holen, hatten aber am Ende keine Punkte. Deshalb ist es natürlich schon wichtig, auch für die Moral. Die Messlatte haben wir uns jetzt hochgelegt und da müssen wir jetzt jedes Spiel rankommen. Dann ist es auch möglich jeden Gegner zu schlagen."

Sebastian Stolze (Jahn-Torschütze zum 1:0): "Das war zusammen mit dem Bochum-Spiel unsere beste Saisonleistung. Ich denke, der Punkte geht für beide Seiten in Ordnung. Das Wichtige heute war, dass wir nach dem 1:2 weiter Druck gemacht haben und die Köpfe nicht haben hängen lassen. Dass sie so schnell zwei Tore machen, spricht auch für den HSV, der hat eine brutale Qualität. Da kann man nicht alles verteidigen. Wir hatten uns heute nichts anderes vorgenommen als die letzten Wochen. Wir haben uns gesagt: Irgendwann wird unser Invest belohnt und das war heute der Fall."

Jahn Regensburg ärgert den HSV wieder - Lesen Sie hier den Bericht zum Spiel

Sebastian Nachreiner (Jahn-Verteidiger): "Vor dem Spiel hätten wir den Punkt auf jeden Fall genommen. Wenn man dann 1:0 vorne ist und über weite Strecken sehr viel richtig macht, ist es natürlich ärgerlich, wenn man es dann aus der Hand gibt. Deshalb sind es gemischte Gefühle. Aber es war sehr wichtig, dass wir wieder etwas Zählbares mitgenommen haben. Punkte gegen eine Mannschaft wie den HSV sind Bonuspunkte. Es tut sehr gut, dass wir am Ende nicht wieder mit leeren Händen dastehen. Beim 1:1 versuche ich mit der Grätsche an den Ball zu kommen, weil ich weiß, dass dahinter der Stürmer lauert. Ich komme leider nur noch mit der Spitze hin und kann ihn nicht mehr klären. Das sind eklige Situationen für einen Verteidiger, wenn du zum eigenen Tor hin grätschen musst."

Mersad Selimbegovic (Trainer SSV Jahn): "Wir sind gut ins Spiel reingekommen, waren mutig und haben eine hohe Intensität gefahren. In der zweiten Halbzeit war klar, dass es phasenweise passieren kann, dass wir hinten drin stehen. Wir hatten aber auch Chancen zu unserem zweiten Tor. Wenn wir eine davon nutzen, wird es für den HSV schwer zurückzukommen. Es ist ein verdienter Punkt. Das Spiel zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Jetzt müssen wir beharrlich weiterarbeiten."

Dieter Hecking (Trainer Hamburger SV): "Wenn man die 90 Minuten sieht, dann war es ein gerechtes Unentschieden. Wir sind sehr schwer reingekommen und haben gebraucht um ins Spiel reinzufinden. Wir geraten vollkommen zurecht in Rückstand. In der zweiten Halbzeit sind wir dann sehr hohes Risiko gegangen, das mussten wir auch. Den Punkt nehme ich gerne mit. Letzte Saison haben wir gar keinen gegen den Jahn geholt. Als HSV musst du es auch mal akzeptieren, wenn du hier mit einem Punkt wegfährst."

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