Geisenhausen/Landshut Spielzeugwaffen rufen die Polizei auf den Plan

Sogar mit Kostüm verdächtig: In Landshut waren Polizeibeamte ausgerückt, weil ein 43-Jähriger angeblich mit einer Spielzeugwaffe herumgefuchtelt hatte. (Symbolbild) Foto: imago images / Birgit Koch

Dass Spielzeug-Waffen im Fasching Extra-Arbeit bescheren könnten, weil sie mit echten Revolvern und Pistolen verwechselt werden, hatte die Polizei eigentlich für unwahrscheinlich erachtet. Am Rosenmontag ist dieser Fall allerdings zweimal eingetreten.

Pistole, Revolver, Silberbüchse – zu Kostümen wie Cowboy, Indianer, Geheimagent und Polizist gehören Spielzeug-Waffen einfach dazu. In Zusammenhang mit dem Fasching sehen Polizisten auch eigentlich kein Problem, dass echt aussehende Attrappen herumgetragen werden. Immerhin sei der Kontext durch das Kostüm eindeutig.

Jetzt musste aber gleich zweimal die Polizei in Aktion treten, weil Faschingsteilnehmer Spielzeug-Waffen mit sich herumtrugen. Ein Fall spielte sich in Landshut ab. Dort waren Polizeibeamte ausgerückt, weil ein Bürger einen 43-Jährigen gemeldet hatte, der angeblich mit einer Waffe unterwegs war. Was die Beamten antrafen, war ein Cowboy, natürlich mit Colt. Wie die Polizeiinspektion Landshut berichtet, habe die Waffe täuschend echt ausgesehen.

Ein zweiter Vorfall wurde wenig später aus Geisenhausen im Landkreis Landshut berichtet. Am Rosenmontag um 21.50 Uhr hatte die Security einen Mann zur Polizeiwache gebracht, der beim Faschingstreiben unter den Feiernden war. Der Mann habe „eine täuschend echt aussehende Spielzeugwaffe“ dabei gehabt.

Eine sogenannte „Anscheinswaffe“ dabei zu haben, ist laut der zuständigen Polizeiinspektion Vilsbiburg ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Die „Waffe“ wurde an Ort und Stelle eingezogen. Der Mann muss mit einem Bußgeld rechnen. Bei Anscheinswaffen handelt es sich um Schusswaffen, die echten Waffen in Form und Aufbau sehr nahe kommen, und nicht als Spielzeugwaffen kenntlich sind.

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