Gaming-Tipp Gefühle als Superkraft im Game "True Colors" der Reihe "Life is Strange"

Mit ihrer besonderen Gabe muss Alex im Spiel "True Colors" ein dunkles Geheimnis lüften. Foto: Square Enix

Seit der erste Teil 2015 herausgekommen ist, haben die "Life is Strange"-Spiele einen besonderen Platz im Herzen ihrer Fans. Denn sie sind so ganz anders als andere Computergames. Die Helden sind meist junge Frauen, die über besondere Fähigkeiten verfügen. Im Spiel selbst geht es vor allem darum, mit anderen Charakteren zu reden, kleine Rätsel zu lösen und eine Geschichte zu erleben. Das ist im aktuellen Teil "Life is Strange: True Colors" nicht anders.

Darum geht's: Nach acht Jahren im Heim für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche bekommt Alex endlich ein Zuhause. Ihr großer Bruder Gabe hat sie gefunden und nimmt sie mit in das kleine Städtchen Haven Springs. Doch schon am ersten Abend droht alles schief zu gehen. Denn Alex hat die Fähigkeit, Emotionen anderer Leute zu erspüren. Sind diese stark genug, wirkt sich das auch auf sie aus, etwa in rasenden Wutanfällen. Doch sie lernt schnell, dass ihre besondere Gabe der Schlüssel sein kann, um das dunkle Geheimnis zu lüften, das über Haven Springs und seinen Bewohnern liegt.

Das Besondere: Wie in jedem Teil von "Life is Strange" gibt es auch in "True Colors" eine besondere Fähigkeit, über die der Hauptcharakter verfügt. Alex spürt, wenn Menschen in ihrer Umgebung besonders starke Gefühle haben und kann diese Gabe nutzen, um mehr über andere herauszufinden. Das ist natürlich nicht so beeindruckend wie etwa die Gabe von Max Caufield aus "Life is Strange 1", der die Zeit zurückdrehen konnte, passt aber perfekt zum Thema von "True Colors". Denn die zum Teil sehr emotionalen Szenen, die durch Alex Gabe entstehen, sorgen dafür, dass auch sie lernt, wie wichtig es manchmal ist, andere Leute an sich heranzulassen.

Fazit: Wow, wie schön! Die "Life is Strange"-Reihe hat es schon immer geschafft, ganz besondere Geschichten zu erzählen, aber "True Colors" setzt noch einmal einen drauf. Alex und ihre Mitstreiter sind komplexe Charaktere und die Story alltäglich genug, dass nahezu jeder sie genießen kann. Dann ist da noch das Städtchen Haven Springs, in dem man nach Ende des Spiels sofort Urlaub machen möchte. Und der Soundtrack ist, wie schon bei den Vorgängerspielen, wieder einmal phänomenal.

"Life is Strange: True Colors" hat nur einen Nachteil: Mit 60 Euro ist das Spiel doch ziemlich teuer. Wer mit diesem Preis hadert, sollte sich zuerst das kostenlose Demo des Originals "Life is Strange" ansehen oder für eine halbe Stunde in ein "Let´s Play" von "True Colors" hineinschnuppern und dann entscheiden.

"Life is Strange: True Colors", Deck Nine Games/Square Enix, Adventure-Game, erhältlich für PC und alle gängigen Konsolen, freigegeben ab zwölf Jahren. 

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