Furth im Wald Zoll entdeckt Afghanen auf Lkw-Ladefläche

Im Lkw-Laderaum reisten die Afghanen hunderte Kilometer. Foto: Polizei

Zollbeamte haben am Freitag an der Grenze in Furth im Wald drei Afghanen ohne Einreiseerlaubnis auf der Ladefläche eines Lkw entdeckt. Die Drei waren hunderte Kilometer als schwarze Passagiere mit dem Lkw unterwegs.

Am Freitagnachmittag kontrollierten Beamte des Zolls im Bereich des ehemaligen Grenzüberganges Furth im Wald einen Lkw mit mazedonischer Zulassung. Der Lkw-Fahrer, ein 41-jähriger Mazedonier, konnte sich ordnungsgemäß ausweisen, bei der Kontrolle der Lkw-Ladung stellten die Beamten dann aber drei ausweislose Afghanen fest, zwei 19-Jährige und einen Zwölfjährigen. Die weiteren Ermittlungen wegen Verstoßes nach dem Aufenthaltsgesetz übernahm die Bundespolizei.

Nach bisherigen Erkenntnissen haben Schleuser in die Dachplane des Lkw-Aufliegers nachts auf einer Autobahnraststätte nahe Belgrad eine etwa 60 mal 60 Zentimeter große Öffnung geschnitten und die drei Afghanen über eine Leiter in den Lkw verfrachtet. Anschließend haben sie die Öffnung wieder verschlossen.

Der Lkw-Fahrer, der mit den ermittelnden Beamten der Bundespolizei sehr gut kooperierte, hat nach eigenen Angaben von dieser Vorgehensweise nichts mitbekommen. Seine Aussagen wurden im Zuge der bisherigen Ermittlungen durch die Aussagen der Geschleusten untermauert und erscheinen glaubwürdig.

Für den Transport, der unter anderem in Etappen über den Iran, Griechenland und Serbien bis nach Deutschland führte, haben zumindest die zwei 19-Jährigen zwischen zwei- und achttausend US-Dollar bezahlt. Für diesen Preis waren die Reiseumstände allerdings wenig komfortabel. Zu Trinken gab es nur Wasser, zu Essen gab es lediglich Kekse. Zum Wasser lassen mussten leere Flaschen verwendet werden.

Die 19-Jährigen sind in Griechenland bereits als Asylbewerber erfasst. Sie wollten aber weiter nach Deutschland, da sie hier bereits Bekannte haben. Nach der polizeilichen Sachbearbeitung und Anzeigeerstattung wegen unerlaubter Einreise wurden beide an die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Regensburg weitergeleitet. Den 12-Jährigen nahm das Jugendamt Cham in Obhut.

Aus der Auswertung der vorgefundenen Spuren und den Erkenntnissen aus den Vernehmungen erhoffen sich die Ermittler eine Zuordnung sowie weitere Mosaikbausteine zu bereits anliegenden Ermittlungsverfahren.

 

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