Freischreiben Patricia Majstorovic aus Straubing erklärt, wie uns der Laufsport weiterbringt

Joggen ist eine Möglichkeit, mal in der Natur unterwegs zu sein. Foto: Thomas Warnack/dpa

Auf der Suche nach einer Sportart fürs neue Jahr? Patricia Majstorovic aus Straubing hätte da eine Idee: Joggen! Die 16-Jährige läuft selbst regelmäßig und erklärt, was du fürs Laufen brauchst und welche Vorteile der Sport hat.

Laufen oder Joggen war schon immer populär. Die Wurzeln dieser Sportart liegen fest verankert in der Geschichte des Menschen. Bereits die alten Griechen und Römer wussten um die Vorteile. In der heutigen Zeit spricht dieser Sport viele verschiedene Menschengruppen an, seien es junge, alte oder aktive Leute. Doch was macht Laufen so besonders? Was bringt es für Vorteile mit sich? Und was treibt diese scheinbar übermotivierten, farbig angezogenen Läufer an, zu denen auch ich gehöre?

Was braucht man zum Laufen?

Zum Joggen braucht man (fast) nichts! Am wichtigsten ist Motivation. Auch ein gut sitzendes Paar Sport- oder Laufschuhe sind ein Muss. Was das Outfit angeht: Alles, was bequem ist und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Leichte, atmungsaktive Stoffe eignen sich besonders gut, da sie schnell wieder trocknen und den Körper nicht mit extra Gewicht belasten. Doch es ist vor allem auch vom Wetter abhängig, wie man sich anziehen sollte. Im Winter gilt: Schichten halten warm. Falls es dann mal etwas zu warm werden sollte, kann man eine nach der anderen ausziehen.

Für diejenigen, die abends oder in der Dämmerung laufen: Gut sichtbare Kleidung ist essenziell. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man leicht übersehen wird, oder auch übersieht, wenn es zu dämmern beginnt.

Wo läuft es sich am besten?

Für Laufanfänger mit wenig Erfahrung ist es am besten, klein anzufangen. Nicht sehr steile, ebene Wege und Straßen sind am besten, um sich an die Bewegung und das Gefühl vom Laufen zu gewöhnen. Der Straubinger Stadtpark eignet sich beispielsweise sehr gut, um einen Testlauf zu starten. Dort gibt es nämlich mehrere Routen, denen man folgen kann. Außerdem sind sie beschildert, sodass auch Leute mit einem schlechten Orientierungssinn, wie ich ihn habe, sich nicht verlaufen.

Welche Vorteile bringt es?

Es heißt nicht umsonst: Wer läuft, lebt länger. Zum Ersten bringt die Bewegung, wenn sie regelmäßig ausgeführt wird, den Kreislauf in Schwung. Zweitens erhöht es mit der richtigen Atmung die Lungenkapazität. Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, da das Herz unter Bewegung mehr Blut durch den Körper pumpen muss. Durch das Ausdauertraining ist es sogar möglich, den Blutdruck zu senken. Und für die Leute, die den halben Tag sitzen, sei es in der Schule oder in der Arbeit, bietet die Bewegung die perfekte Möglichkeit, um einfach mal abzuschalten, ohne extra Gewicht auf den Schultern zu haben. In stressigen Zeiten wie der Klausurenphase hilft mir persönlich der Sport, um den Kopf frei zu bekommen.

Nun das Beste: Das Laufen kann mit so ziemlich allen Trainingsarten verknüpft werden. Für aktive Sportler, die nach einer Beschäftigung an ihren Ruhetagen suchen, ist es ein perfekter Ausgleich. Persönlich versuche ich, an allen Tagen zu laufen, an denen kein sehr intensives Training oder Cardio, also Ausdauertraining, ansteht. Trotzdem ist es wichtig ein oder zwei weniger aktive Tage, auch „Restdays“ genannt, anzusetzen. Dadurch kann der Körper seine Batterien wieder aufladen und man überlastet sich auf Dauer nicht. Der Sport soll ja schließlich Freude machen.

Wie fängt man am besten an?

Wenn sich jetzt der eine oder andere denkt, dass das was für ihn sein könnte, dann hier ein paar Tipps: Weniger aktive Personen sollten beachten, sich nicht zu überanstrengen. Vor dem Training sollte man sich, egal welche Sportart man betreibt, grundsätzlich aufwärmen. Dies sorgt dafür, dass sich die Muskeln erwärmen und der Kreislauf langsam in Schwung kommt. Das Aufwärmen stabilisiert die Gelenke und Bänder und beugt so Sportverletzungen vor. Aus eigener Erfahrung rate ich dringend, dies zu tun. Es sei denn man will in den folgenden Tagen den schlimmsten Muskelkater seines Lebens ertragen. Gegen den hilft es außerdem viel Flüssigkeit, am besten Wasser, zu sich zu nehmen. Während des Laufes gilt die Devise: nicht nach Strecke, sondern nach Zeit. Kurze Laufintervalle abwechselnd mit schnellem Gehen trainieren die Ausdauer. Abschließend ist jedoch das Wichtigste der Spaß an der Sache. Denn das ist es, was nicht nur mich, sondern auch viele andere Leute zum Sport bewegt. Die Freude, mal in der Natur unterwegs zu sein und sich kurz aus dem eigenen Leben auszuklinken. Oder die Endorphine, die unser Körper nach einer lang andauernden Anstrengung produziert und die einem einen schlechten Tag verschönern können.

Vielleicht ist es auch mal eine Überlegung wert, zusammen mit einer Person joggen zu gehen. So ist man nicht allein, man hat Spaß und motiviert sich gegenseitig. Also rein in die Laufschuhe, aufwärmen nicht vergessen, und los geht’s!

 
 
 

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