Das war knapp! Um ein Haar wäre der Malediven-Urlaub eines Ehepaars aus Zwickau am gestrigen Dienstag ins Wasser gefallen. Doch dann schlug die Stunde der Polizei am Münchner Flughafen. 

Die Malediven schon vor Augen und plötzlich sind die Flugtickets weg. Schockschwerenot, der Traum vom Urlaub, der ist tot. Nicht ganz. Ein völlig verzweifelter Mann aus Zwickau flehte am Dienstag kurz vor 15 Uhr eine Streife der Flughafenpolizei vor dem Terminal 1 um Hilfe an. Denn der Mann sah bereits seine Felle davonschwimmen. Er hatte gemeinsam mit seiner Ehefrau eine Traumreise auf die Malediven gebucht. Am Terminal angekommen, fiel ihm plötzlich auf, dass er seine Umhängetasche im Linienbus aus Erding liegen gelassen hatte. Und diese Tasche war für den Urlaub unverzichtbar. Denn darin befanden sich die Flugtickets, die Reisepässe und die gesamte Urlaubskasse. Statt Sonne satt auf den Malediven zogen also plötzlich dunkle Wolken über der Ehe der Urlauber auf. 

Dass der Himmel wieder aufklarte, hatte der 50-jährige Zwickauer schließlich den Beamten der Flughafenpolizei zu verdanken. Die Leitstelle nahm über den MVV sofort Kontakt zum Busfahrer auf. Gleichzeitig nahm ein Streifenwagen "die Verfolgung" des Busses, in dem sich die wertvolle Tasche befand, auf. In Schwaig fand schließlich die Übergabe statt und die Polizisten eilten mit der Tasche zurück zum Terminal 1. Der Flug in Richtung Malediven war gesichert, die schwere Ehekrise abgewendet.