Ferientipps für Familien Radtour entlang der Rott

Einfach auf sich wirken lassen: der Kurpark Bad Birnbach. Foto: Andreas Reichelt

Vogelzwitschern, paradiesische Auenlandschaften und die Natürlichkeit des Rottals. Zwischen Velden und Neuhaus am Inn erstreckt sich ein Radweg, der für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: der Rottalradweg.

Entlang dieser gut ausgebauten Route gibt es unzählige schöne Ausflugsziele zu sehen und zu erleben. Vier besondere Highlights stellen wir Ihnen vor.

Auf den Spuren unserer Vorfahren

Unser erstes Ausflugsziel führt uns in das wunderschöne Massing im Landkreis Rottal-Inn. Seit über 50 Jahren gibt es dort das Freilichtmuseum. Damals hatten es sich einige Bürger zur Aufgabe gemacht, das sogenannte Rottaler Stockhaus für die Nachwelt zu erhalten.

In der Einöde Schusteröd fand sich solch ein Wohnstallhaus. Kurzerhand wurde es abgetragen und an Massings Ortsrand wieder aufgebaut. Mit viel Liebe wurde es altbäuerlich eingerichtet. Zum Beispiel befindet sich in der Küche ein bäuerlicher Ofen, der regelmäßig von den Brotbäckerinnen des Museums genutzt wird.

Mit den Jahren wurde das Areal um einen Höhepunkt nach dem anderen erweitert. Wer das Bauernleben von anno dazumal erleben möchte, wird schwerlich ein schöneres Ausflugsziel finden können. Schulklassen und Familien kommen regelmäßig ins Massinger Freilichtmuseum, um dort Ziegen, Schafe oder Ferkel zu besuchen, Butter zu rühren oder Backen zu lernen.

Vielleicht möchten Sie auch auf der 1904 erbauten Bahn kegeln oder den einen oder anderen Geocache „jagen“. Wer es sich einrichten kann, sollte etwas Zeit mitbringen. Das Museum ist es wirklich wert.

Ein Naherholungsgebiet für Groß und Klein

Von Massing führt unser Radweg jetzt weiter Richtung Osten. Entlang der Rott passieren wir einen ruhigen Stausee: den Rottauensee.

Ende der 60er Jahre gebaut, handelt es sich bei dem Gewässer um ein Rückhaltebecken im Sinne des Hochwasserschutzes. Zwar speist er auch ein Wasserkraftwerk, doch am liebsten gibt er seine „Energie“ an Besucher von nah und fern ab.

Als Naherholungsgebiet der Gemeinde Postmünster und der Hochschulstadt Pfarrkirchen erfüllt er seinen Zweck ganz hervorragend. Am See kann man nach Anmeldung beim „Zweckverband Erholungsgebiet Pfarrkirchen-Postmünster“ sogar zelten. Auch bei Seglern und Surfern ist er sehr beliebt.

„Er bietet Natur-Erleben als ökologisches Habitat“, sagt Pfarrkirchens Bürgermeister Wolfgang Beißmann. „Der Rottauensee ist ein wundervoller Platz für Jogging, Walking, oder sich einfach mal in die Wiese legen und vieles mehr. Es gibt angelegte Grillplätze und gut aufgekieste Einstiegsstellen zum Baden.“

Wolfgang Beißmann ist im nahen Pfarrkirchen aufgewachsen und kennt den See von klein auf. Doch auch um den See herum gibt es viel zu sehen und zu erleben. Da wäre zum Beispiel der Trimm-Dich-Pfad, der Postmünster und Pfarrkirchen beidseits der Rott verbindet. Ein idealer Startpunkt für eine Wanderung oder Radtour ist der Parkplatz des Pfarrkirchener Erlebnisbads. Kleine Übungsstationen entlang des Wegs bieten die Gelegenheit, sich wieder etwas aufzulockern und ein wenig zu verweilen.

In Postmünster kann man auch Freizeitsport betreiben. Minigolf-Anlage und ein großer Kinderspielplatz laden besonders Familien ein. Und wenn man dann der Abkühlung bedarf, bieten Erlebnisbad Pfarrkirchen und Rottauensee ihr kühles Nass an.

Ein Zufluchtsort unter Linden

Wir begeben uns nur ein kleines Stück weiter Richtung Osten, vorbei an Pfarrkirchen. Beim Ortsteil Degernbach findet sich der alte Straßenverlauf der B388, der heute kaum befahren wird und eine besondere Atmosphäre besitzt. Vor rund 90 Jahren wurden entlang der Straße Linden gepflanzt. So hat sich eine pittoreske Allee von 1,5 Kilometer Länge ergeben.

Durch das Blätterdach geschützt entstand ein natürlicher Mikrokosmos von Natur, Blumen und durch das Blätterdach dringende Sonnenstrahlen. Von Degernbach bis zur Eisenbahnbrücke bei Hofroth radelt man so durch eine Szenerie, die wie ein kleiner Garten Eden anmutet. Zusätzlich zu der schönen Ringallee um die Pfarrkirchener Altstadt mit ihren Kastanienbäumen ist die Lindenallee bei Degernbach für die Region ein zweites, dergestaltes Refugium für die Seele.

Einzelne Linden wurden bereits nachgepflanzt, so dass auch auf lange Sicht hin dieser paradiesische Streifen erhalten bleiben kann. Während man diesen Weg entlangradelt, befindet man sich auf dem Weg nach Bad Birnbach, das von Pfarrkirchen aus in rund 10 Kilometern Entfernung zu erreichen ist. Hier wartet unser nächstes Highlight auf Besucher und lädt zur Rast und inneren Einkehr.

Der Kurpark in Bad Birnbach

Wen es ins ländliche Bad Birnbach verschlägt, der tut nicht nur seinem Bewegungsapparat etwas Gutes, nein, auch Entspannung und innerer Frieden kann hier wiedergefunden und kultiviert werden. Dafür eignet sich neben dem Thermalwasser besonders der wunderschön angelegte Kurpark, zu dem man mit einem autonom fahrenden Bus gelangen kann.

Oder man geht einfach zu Fuß, so groß ist der Ort nicht. Doch wenn man den Kurpark betritt, kann man die wunderschöne Atmosphäre genießen. Wundern Sie sich nicht, wenn sie ganz plötzlich einen Kleiber kopfüber den Stamm eines der vielen Bäume hinunterlaufen sehen. Doch nicht nur Vögel fühlen sich hier wohl.

Lesen Sie den vollständigen Artikel im NIEDERBAYERN TV Magazin, Ausgabe 7. Kostenlos zum Download unter www.passau-magazin.de.

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