Europa Über 230 Festnahmen bei internationaler Anti-Doping-Razzia

Bei einer beispiellosen Anti-Doping-Razzia sind europäische Sicherheitsbehörden in 33 Ländern gegen den Handel mit Anabolika und gefälschten Medikamenten vorgegangen (Symbolbild).  Foto: Lex Van Lieshout/epa/dpa

Bei einer beispiellosen Anti-Doping-Razzia sind europäische Sicherheitsbehörden in 33 Ländern gegen den Handel mit Anabolika und gefälschten Medikamenten vorgegangen.

Im Zuge der großangelegten Anti-Doping-Razzia in Europa sind in Deutschland 463 Verfahren eingeleitet worden, Festnahmen hat es nach Angaben des Zollkriminalamtes in Köln vom Dienstag aber nicht gegeben. Bei der sogenannten "Operation Viribus" gegen den Handel mit Anabolika und gefälschten Medikamenten waren europaweit insgesamt 234 Verdächtige festgenommen worden. Bei der Aktion in 33 Ländern waren neun Drogenlabore ausgehoben und tonnenweise Dopingpräparate beschlagnahmt worden.

Auch wenn man erst am Anfang der Erkenntnisse stehe, dürften sich die Ermittlungen vor allem gegen Freizeitsportler richten, hieß es vom Zoll. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß", sagte die Sprecherin des Zollkriminalamtes, Ruth Haliti, der Deutschen Presse-Agentur. Nach ihren Angaben lief die Aktion unter Federführung der italienischen Behörden von Anfang Januar bis Mai. Der Zoll in Deutschland gebe die Verfahren an die zuständigen Staatsanwaltschaften weiter. Dabei richte man sich entweder danach, wo ein verdächtiges Päckchen abgefangen worden sei oder nach dem Wohnort des Empfängers.

An der Aktion war auch die Welt-Anti-Doping-Agentur beteiligt. Nach Europol-Angaben wurden insgesamt rund 3,8 Millionen Dopingmittel und gefälschte Medikamente sichergestellt. 17 organisierte Banden seien enttarnt und 839 Verfahren eingeleitet worden. Die Substanzen würden sowohl online als auch in Fitnesscentern oder illegalen Läden verkauft.

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