EU Von der Leyen: Impfstoff-Hersteller müssen liefern

Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, ist während einer Videokonferenz bei der Davos Agenda im Rahmen des Weltwirtschaftsforum (WEF) auf einem Bildschirm zu sehen. Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Weltwirtschaftsforum online statt. Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Im Streit über knappe Corona-Impfstoffe ermahnt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Hersteller, ihre vertraglichen Lieferpflichten zu erfüllen.

Die EU habe Milliarden in die Entwicklung von Impfstoffen gegen Covid-19 und in den Aufbau von Produktionskapazitäten investiert. "Jetzt müssen die Firmen liefern", sagte von der Leyen am Dienstag beim Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums.

Hintergrund ist der Konflikt der Europäischen Union mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca. Die EU hat 400 Millionen Impfdosen von der Firma bestellt, die Ende der Woche die Marktzulassung für Europa erhalten könnte. Doch eröffnete das Unternehmen der EU vorige Woche, dass zunächst viel weniger Impfstoff geliefert werde als vertraglich zugesichert. Am Montag gelang es der EU in Krisengesprächen nicht, die Firma zu einer plausiblen Erklärung oder zum Einlenken zu bewegen. Für Mittwoch ist ein weiteres Treffen geplant.

Von der Leyen bekräftigte den Plan eines Transparenzregisters, bei dem Exporte von in der EU produzierten Impfstoffen angezeigt werden müssen. "Europa ist dazu entschlossen, etwas beizutragen", sagte die Kommissionschefin. Aber sie poche auch auf ernsthaftes Geschäftsgebaren.

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