EU-Gipfel Noch ein schwulstiges Papier

Ein Kunstwerk weist in Sibiu auf den diesen Donnerstag beginnenden EU-Gipfel hin. Foto: dpa

Eigentlich sollte dieses Gipfeltreffen etwas ganz Großes werden. Ein Paukenschlag, eine Demonstration europäischer Entschlossenheit, sich zwischen China, den USA und Russland nicht zerreiben zu lassen - und dem Vereinigten Königreich keine Träne hinterherzuweinen.

Denn als die Idee eines ersten programmatischen EU-Treffens in einem der östlichen Mitgliedstaaten geboren wurde, schien klar, dass Großbritannien die Gemeinschaft bereits verlassen haben würde. Da wollte man sich trotzig gegen jede Untergangsstimmung stemmen.

Was nun beim EU-Gipfel im rumänischen Sibiu herauskommen dürfte, reicht allerdings nicht mal als Trostpflaster. Es ist einer jener typischen EU-Kataloge, bei denen sich der Bürger fragen wird, warum man die eigentlich vereinbaren muss, schließlich sollten sie doch selbstverständlich sein. Das gebetsmühlenartige Aufzählen der immer gleichen Herausforderungen verliert jede Eindringlichkeit, vor allem, weil nirgendwo erkennbar ist, dass den Versprechungen auch Taten folgen. So bleibt der ungute Beigeschmack, dass hier eine Art gemeinschaftlicher Wahlkampfnummer abgezogen werden soll, die vom Fehlen verlässlicher Zusagen für die Zukunft ablenken will. Der EU mangelt es nicht an schwulstigen Papieren, sondern an Ergebnissen...

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