Equal Pay Day Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen schrumpft leicht

Männer verdienen in Bayern durchschnittlich 22 Prozent mehr als Frauen. (Symbolbild) Foto: dpa

Frauen haben in Deutschland auch im vergangenen Jahr durchschnittlich deutlich weniger verdient als Männer. Die Einkommenslücke, der so genannte Gender Pay Gap, sank im Vergleich zu 2019 um einen Punkt auf 18 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete. Allerdings könnten sich dabei Sondereffekte wegen der verbreiteten Kurzarbeit in der Pandemie ausgewirkt haben.

Frauen verdienten demnach im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 18,62 Euro brutto pro Stunde 4,16 Euro weniger als Männer (22,78 Euro). 2019 hatte die Differenz noch 4,28 Euro betragen. In Bayern war die Kluft etwas größer, hier verdienten Männer im Durchschnitt 22 Prozent mehr als Frauen. 

Der 10. März ist der Internationale Aktionstag für gleiche Bezahlung für Frauen und Männern (Equal Pay Day). Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen im Vergleich zu Männern rein rechnerisch umsonst. Da der Gender Pay Gap in Bayern über dem Bundesdurchschnitt liegt, ist der Equal Pay Day hier erst etwas später - am 25. März. 

Der Großteil (71 Prozent) des Verdienstunterschieds zwischen Männern und Frauen hat strukturelle Gründe - etwa, weil Frauen häufiger in schlecht entlohnten Berufen tätig sind und seltener Führungspositionen erreichen. Außerdem arbeiten sie öfter in Teilzeit und Minijobs. Doch selbst bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Qualifikation verdienen Frauen noch 6 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen, so die Wiesbadener Statistiker. Hier lagen allerdings nur Werte für das Jahr 2018 vor.

 

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