Einsatz in Neufahrn Mann attackiert 57-Jährigen mit Bierflasche

Der Mann ließ sich auch von den Beamten der Neufahrner Polizei kaum beruhigen. (Symbolbild) Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

In Neufahrn bei Freising ist ein 29-Jähriger am Freitag auf den Bekannten seiner Ex-Freundin losgegangen und hat unter anderem mit einer Bierflasche auf ihn eingeschlagen. Nachdem ihn Polizisten in eine Klinik in Taufkirchen gebracht haben, flüchtete er. Beamte der Neufahrner Polizei fanden ihn einen Tag später auf einer Parkbank. 

Um kurz vor 16 Uhr eskalierte ein Beziehungsstreit in der Grünecker Straße. Eine 33-jährige Frau wollte laut Angaben der Polizei Gegenstände aus ihrer Wohnung holen, in der sich auch ihr 29-jähriger Ex-Freund befand. Vor dem Haus wartete ein Bekannter der Frau. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich ein Streit, bei dem der Ex-Freund dem 57-jährigen Bekannten schließlich mit einer Bierflasche mehrfach auf den Kopf schlug und auf ihn eintrat. Der 57-Jährige versuchte zu flüchten, doch der 29-Jährige verfolgte ihn weiter und schlug und trat wieder auf ihn ein. Als der Rettungsdienst vor Ort eintraf, zogen die Einsatzkräfte den verletzten Mann in den Rettungswagen. Dann versperrten sie das Fahrzeug, weil der 29-Jährige versuchte, in das Rettungsfahrzeug zu kommen. 

Als er hörte, dass die Polizei bald eintreffen soll, ging er in seine Wohnung und verbarrikadierte sich dort. Die Beamten konnten ihn schließlich stellen und fesseln. Auch er war bei der Auseinandersetzung leicht verletzt worden und musste von den Einsatzkräften behandelt werden. Dabei drohte er, sich und seiner Ex-Freundin etwas anzutun. Er wurde schließlich in eine Klinik gebracht. Allerdings gelang es ihm, von dort zu flüchten. 

Einen Tag später entdeckten die Polizisten ihn gegen 8.20 Uhr in Neufahrn auf einer Parkbank. Als die Beamten ihm sagten, dass er wieder in die Klinik müsse, drohte er, sich nach Polen absetzen zu wollen, und lief weg. In einem Kartoffelacker konnten die Polizisten den Mann einholen. Als sie ihn fixieren und fesseln wollten, entriss er einer Beamtin das Funkgerät und die Handschellen. Dann wollte er damit auf sie einschlagen und trat auch nach den Beamten. Mit Unterstützung von Beamten der Verkehrspolizei konnte der Mann schließlich überwältigt werden. Inzwischen wurde er allerdings wieder entlassen. Zwei Beamte erlitten leichte Verletzungen, konnten ihren Dienst aber fortsetzen.

Der 29-Jährige muss sich nun unter anderem wegen Gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. 

Hinweis

Wenn Sie mit einem Menschen über Ihre Ängste, Gefühle oder Sorgen sprechen möchten, können Sie kostenlos die Telefonseelsorge anrufen unter 0800-1 11 02 22 oder 0800-1 11 01 11. Die Telefonseelsorge ist ein Beratungs- und Seelsorgeangebot der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche.

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