Halbe Million Schaden Großbrand an Wohnhaus in Mainburg

, aktualisiert am 10.08.2022 - 13:39 Uhr
Mehrere Feuerwehren rückten dem Brandherd zu Leibe. Der Dachstuhl brannte vollständig aus. Foto: Georg Hagl

Sachschaden von geschätzt einer halben Million Euro richtete am Mittwochvormittag ein Wohnhausbrand im Sandelzhauser Gangsteig in Mainburg an. Personen kamen nicht zu Schaden, nachdem sich die Eigentümer zu dieser Zeit außer Haus befanden. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit Großaufgeboten vor Ort. Unklar ist bis dato, wie es zu dem Feuer kommen konnte.

Die weithin sichtbare schwarze Rauchsäule über dem Sandelzhauser Gangsteig in Mainburg sollte kurz vor 11 Uhr nichts Gutes verheißen. Der Rote Hahn stand über dem kleinen Einfamilienhaus aus den wohl 30er Jahren. Dabei breitete sich das Feuer aus den rückliegenden Gebäudeteilen im Norden, wo sich Garagen und Anbau befinden, auf das Gebäude aus.

Als die Mainburger Feuerwehr, zur gleichen Zeit bereits im "Einsatz" bei der Mainburger Spielwoche, eintraf, stand das Haus bereits in Flammen. Die Eigentümer, ein älteres Ehepaar, hatten es nichtsahnend kurz zuvor verlassen und kehrten erst zurück, als die Feuerwehren bereits mit verstärktem Einsatz der Feuersbrunst zu Leibe rückten. Der Kriseninterventionsdienst MONA nahm sich ihrer im Schockzustand an. Aus dem Haus, das nicht mehr bewohnbar ist, gerettet werden konnte dem Vernehmen nach eine Katze. Für eine Unterbringung des geschädigten Ehepaares wurde umgehend gesorgt.

Zwei Drehleitern im Einsatz

Neben den Mainburger Floriansjüngern waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Sandelzhausen, Mainburg NORD, Pötzmes, Elsendorf, Volkenschwand, Enzelhausen, Tegernbach, Siegenburg, Kelheim-Land und Wolnzach mit zusammen rund 150 Mann vor Ort; Letztere mit einer zweiten Drehleiter, um ein Übergreifen der Flammen auf die nahe angrenzende Wohnbebauung zu verhindern, was im Wesentlichen auch gelang. Lediglich ein östlich angrenzender Carport wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Die Einsatzleitung lag bei Kreisbrandinspektor Andreas Schöll. Das benötigte Löschwasser konnte erfolgreich über eine Druckerhöhung der Wasserversorgung in der Unteren Lindenstraße bewerkstelligt werden. Zusätzlich baute man eine Wasserleitung aus der Abens auf, die allerdings nicht benötigt wurde. Erschwerend kamen für die Feuerwehren die engen Zufahrtsgegebenheiten zum Brandort hinzu.

Groß war ebenso das Aufgebot des BRK, das sich unter Organisationsleiter Stefan Wagner auf dem Griesplatz einrichtete, am Ende einen glimpflichen Verlauf des Einsatzes verzeichnen konnte. Insgesamt war man mit fünf Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeugen, zwei Krankenwagen und der SEG-Schnelleinsatzgruppe "Behandlung" im Einsatz, die eigens ein Zelt aufgebaut hatte, um Einsatzkräfte zu betreuen, die womöglich Rauchvergiftungen davongetragen haben. Zusammen mit der Sanitätseinsatzleitung und MONA zählte man 30 Personen, die Gewehr bei Fuß standen.

Keine Hinweise auf Brandstiftung

Die Löscharbeiten dauerten auch am Nachmittag an, da Glutnester immer wieder neue Flammen entfachten. Die FFW hielt Nachtwache. Erst am Donnerstag konnten die Brandfahnder der Kripo Landshut zu Werke gehen, um eine mögliche Schadensursache zu ermitteln. Die Ermittler gehen aktuell von einem technischen Defekt aus. Hinweise auf Brandstiftung hätten sich nicht ergeben. 

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