Die Neuen des Jahn Max Besuschkow: "Vollprofi" mit Offensivdrang

Will nach einer Saison in Belgien nun beim SSV Jahn angreifen: Max Besuschkow. Foto: Sascha Janne

Nach einem Jahr in Belgien kehrt Max Besuschkow nach Deutschland zurück und will beim SSV Jahn Regensburg angreifen - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der zentrale Mittelfeldspieler interpretiert seine Position gerne offensiv.

Beim SSV Jahn Regensburg gibt es in diesem Sommer zahlreiche neue Gesichter. idowa stellt die Neuzugänge des Oberpfälzer Zweitligisten vor. Dieses Mal Max Besuschkow, der nach einjähriger Leihe nach Belgien von Eintracht Frankfurt in die Oberpfalz gewechselt ist.

Max Besuschkows Weg zum SSV Jahn

Der Mittelfeldspieler wurde in Tübingen geboren, begann in Rottenburg mit dem Fußball und wechselte im Alter von neun Jahren ins Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart. „Hier habe ich die grundlegenden Sachen mitbekommen. Je früher man in einem Verein ist, in dem viel individuell gearbeitet wird, desto besser ist es“, blickt Besuschkow zurück. Zehn Jahre spielte er für die Schwaben, ehe er sich 2017 für einen Wechsel zu Eintracht Frankfurt entschied. „Ich wollte den nächsten Schritt in Richtung Bundesliga-Fußball machen“, begründet er den damaligen Wechsel. In Frankfurt trainierte er unter dem heutigen Bayern-Trainer Niko Kovac. „Von ihm habe ich sehr viel gelernt, er hat mich in allen Belangen weitergebracht“, sagt Besuschkow. Am Ende stand er dreimal in der Bundesliga und einmal im DFB-Pokal für die Profis der Eintracht auf dem Platz.

Um Spielpraxis zu sammeln, wurde er in der Rückrunde der Saison 2017/18 an Holstein Kiel verliehen, wo er aber nur zu einem Einsatz in der 2. Bundesliga kam. In der vergangenen Saison folgte eine nächste Leihe, dieses Mal nach Belgien, zum Brüsseler Verein Royale Union Saint Gilloise. „Man weiß nie, ob man in seiner Karriere einmal die Chance hat, im Ausland zu spielen. Deshalb war das eine gute Erfahrung für mich. Da ich in der Schule schon Französisch hatte, war auch die Sprache kein großes Problem für mich“, berichtet er von seiner Erfahrung. Besuschkow absolvierte in der vergangenen Saison 22 Spiele in der 2. Belgischen Liga sowie vier in den Playoffs und fünf im Pokal.

Das bisherige Karrierehighlight

Besonders in Erinnerung geblieben sind Besuschkow die beiden DFB-Pokal-Finals mit Eintracht Frankfurt 2017 und 2018. Klappte es im ersten Jahr im Finale gegen Borussia Dortmund noch nicht mit dem Titel, so setzte sich die Eintracht im Jahr darauf gegen den FC Bayern München durch. Zwar abolvierte Besuschkow im zweiten Jahr keinen Einsatz und war zum Zeitpunkt des Endspiels noch an Holstein Kiel verliehen, offiziell ist er aber auch DFB-Pokal-Sieger 2018. „Der Titelgewinn war die Krönung“, so Besuschkow.

Die Gründe für den Wechsel zum Jahn

Nach der abgelaufenen Saison setzte sich Besuschkow mit seinem Berater zusammen und besprach die einzelnen Optionen, zu denen auch Jahn Regensburg gehörte. Daraufhin traf er sich mit Jahn-Geschäftsführer Christian Keller und Trainer Mersad Selimbegovic. „Die Gespräche waren sehr positiv. Ich habe sofort gemerkt, dass der Verein eine klare Struktur besitzt und für klare Werte steht. Diese Werte passen zu mir und ich kann mich gut mit ihnen identifizieren“, sagt er.

Das sind die ersten Eindrücke

Mit Kapitän Marco Grüttner hat Besuschkow in der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart zusammengespielt und hatte dadurch gleich einen Bezugspunkt in der Mannschaft. „Weil wir uns damals gut verstanden haben, habe ich natürlich auch ihn und den Jahn in den letzten Jahren immer ein bisschen verfolgt“, sagt er. Als „sehr positiv“ bezeichnet er, wie er nun aufgenommen wurde. „Die Jungs sind alle nett und sehr offen. Es macht einfach Spaß, mit ihnen tagtäglich zu arbeiten.“ Auch ein großes Plus der Mannschaft hat der Neuzugang bereits ausgemacht: „Es ist ein richtiges Team und eine Einheit hier. Aus Frankfurt weiß ich, was möglich ist, wenn man als Team zusammensteht.“

So tickt Max Besuschkow auf dem Platz

Besuschkow interpretiert die Position im zentralen Mittelfeld nach vorne gerichtet. „Ich bin ein ballsicherer, aber auch ein aggressiver Spieler, der viele Bälle erobern will. Ich gehe auch in den Strafraum und will den letzten Pass spielen oder den Ball selbst verwerten“, beschreibt er sich selbst. Seine Statistiken aus der Jugend unterstreichen diesen Offensivdrang durchaus. Zwei Spielzeiten hatte er im Trikot des VfB Stuttgart in der U17 und in der U19, in denen er jeweils zweistellig traf.

So tickt Max Besuschkow neben dem Platz

„Ich ordne alles dem Fußball unter – sei es beim Essen oder Schlafen. Regeneration ist mir sehr wichtig“, sagt er. „Alle, mit denen ich gearbeitet habe, sagen über mich, dass ich sehr professionell bin.“ Sein ehemaliger Trainer Niko Kovac bezeichnete ihn während seiner ersten Vorbereitung bei Eintracht Frankfurt bereits einmal als "Vollprofi". Neben dem Fußball unternehme er gerne etwas mit Freunden, gehe zum Beispiel Essen oder spiele ein bisschen Playstation.

Das sind die Ziele für die kommende Saison

Persönlich möchte sich Besuschkow natürlich seinen Platz in der Mannschaft erkämpfen und so viele Spiele wie möglich für den Jahn machen. „Ich möchte einfach auf dem Platz stehen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir als Team unsere gemeinsamen Ziele erreichen“, sagt er.

Das sagen die Verantwortlichen

"Das letzte Jahr in Belgien hat ihm richtig gut getan. Er macht viele Sachen wie selbstverständlich und ist schon richtig im Herrenfußball angekommen", sagt Cheftrainer Mersad Selimbegovic. Besuschkow sei "spielfreudig und in der Lage, etwas mit Ball zu machen. Aber auch gegen den Ball ist er richtig gut unterwegs." Laut Geschäftsführer Christian Keller bringt der Neuzugang "ein nahezu komplettes Fähigkeitenprofil für die 8er-Position mit."

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