Die Neuen des Jahn Andreas Albers: "Vollgas-Fußball liegt mir"

Soll beim Jahn für Power und Tore sorgen: Andreas Albers. Foto: Fabian Roßmann

Der dänische Stürmer Andreas Albers wagt mit seinem Wechsel zum SSV Jahn erstmals den Schritt ins Ausland. Er bringt Eigenschaften mit, die in der 2. Bundesliga gefordert sind.

Beim SSV Jahn Regensburg gibt es in diesem Sommer viele neue Gesichter. idowa stellt die Neuzugänge in einer Serie vor. Dieses Mal den dänischen Stürmer Andreas Albers.

Andreas Albers Weg zum SSV Jahn

Bislang spielte Andreas Albers ausschließlich in seiner Heimat Dänemark Fußball. Angefangen hat er beim Skieve IK in seiner Geburtsstadt, die rund 20.000 Einwohner hat. Dort erhielt er auch seinen ersten Vertrag, wechselte im Januar 2011 nach Vejle, wo er viereinhalb Jahre verbrachte. Es folgten jeweils zwei Jahre in Silkeborg und Viborg.

Albers hat in seiner Laufbahn vor allem in der zweiten dänischen Liga gespielt, war nach dem Aufstieg mit Silkeborg aber auch eine Spielzeit in der höchsten Liga aktiv. Für ihn ein großer Unterschied: „In der ersten Liga geht es sehr viel um Technik, die zweite Liga dagegen ist ähnlich wie in Deutschland eine richtige Power-Liga, in der man immer Vollgas geben muss. Das liegt mir mit meinen Fähigkeiten etwas besser“, sagt er. In der zweiten Liga bewies der 29-Jährige konstant seinen Torriecher und traf dort in den letzten fünf Spielzeiten immer zweistellig.

Das bisherige Karrierehighlight

Ein einzelnes, persönliches Highlight herauszupicken, fällt Albers schwer. „Eine meiner großen Stärken ist, dass ich sehr konstant in meinen Leistungen bin“, sagt er. In den letzten Jahren war er in seinen Teams meistens der beste Torjäger.

Besonders gerne erinnert sich Albers aber an die Saison 2015/16, als mit Silkeborg der Aufstieg in die 1. Liga gelungen ist. „Ich einer der Leistungsträger und Top-Scorer in dieser Saison“, erzählt er. Auch in die erste Liga sei er dann gut gestartet. „Das war insgesamt eine schöne Zeit für mich.“

Das sind die Gründe für den Wechsel zum SSV Jahn

„Ich habe in Dänemark in der ersten und zweiten Liga alles gesehen. Jetzt wurde es Zeit, einmal ein anderes Land und eine neue Liga kennenzulernen“, sagt Albers. Immer wieder benutzt er das Wort „Herausforderung“, wenn er über seinen Wechsel spricht. „Ich liebe und suche auch immer wieder neue Herausforderungen. Jahn Regensburg und die 2. Liga in Deutschland sind nun eine richtig interessante Aufgabe für mich“, sagt er.

Nachdem die Anfrage des Vereins gekommen ist, traf er sich mit Christian Keller und Mersad Selimbegovic in Regensburg und bekam einen Einblick in den Verein. „Ich habe von Beginn an gespürt, dass das eine gute Adresse für mich ist“, sagt der Stürmer.

Mit Asger Sörensen spielte in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls ein Däne in Regensburg, der aus Silkeborg stammt, wo Albers zwei Jahre spielte. Gekannt habe er ihn zwar nicht, „aber wir haben ein paar gemeinsame Freunde“, erzählt Albers. Auch gesprochen habe er nicht mit Sörensen. „Weil alles sehr schnell ging, hatte ich dafür keine Zeit. Aber selbst wenn wir gesprochen hätten, und er mir abgeraten hätte, wäre ich nach Regensburg gewechselt, weil meine eigenen Eindrücke so positiv waren.“

Das sind die ersten Eindrücke

„Der Verein hier ist sehr professionell, ambitioniert und es wird ernsthaft gearbeitet“, sagt er. Seine Teamkollegen seien „großartig und sehr nett. Sie helfen mir, gut anzukommen.“ Auch das Training gefällt ihm: „Es wird hart gearbeitet und es gibt eine klare Spielphilosophie. Das gefällt mir.“

So tickt Andreas Albers auf dem Platz

„Ich bin groß und habe eine gute Physis, die ich auf dem Platz gerne einsetze, um den Ball zu behaupten“, beschreibt sich Albers selbst. Seine großen Stärken sieht er im Strafraum und er besitzt ein gutes Kopfballspiel. Er sei zwar nicht der schnellste, für seine Größe aber immer noch ein schneller Spieler. Albers glaubt: „Ich bringe einige Qualitäten mit, die in der 2. Bundesliga gefordert sind. Aber mir ist auch bewusst, dass das Niveau in Deutschland höher ist als in der 2. Liga in Dänemark.“

So tickt Andreas Albers neben dem Platz

„Ich bin ein umgänglicher Typ. Ich lasse es gerne ruhiger angehen und genieße mal eine Tasse Kaffee“, sagt Albers. Zudem sei er ein sehr familiärer Mensch. Er ist verlobt und hat zwei Töchter, drei Jahre beziehungsweise drei Monate alt. Seine Familie wird auch bald nach Deutschland kommen. In seiner Freizeit betreibt er andere Sportarten und spielt gerne Golf oder Padel-Tennis, eine Mischung aus Tennis und Squash, wie er beschreibt.

Zum professionellen Fußball ist Albers erst verhältnismäßig spät gekommen. „Viele andere spielen schon im Nachwuchs auf dem höchsten Level, das war bei mir nicht so. Ich habe erst nach der High School damit begonnen richtig professionell Fußball zu spielen“, erzählt er. Anschließend hat er neben dem Fußball Jura studiert. „Das hat mir sehr dabei geholfen, bodenständig zu bleiben. Dass es für mich außer dem Fußball noch etwas gibt, das hilft mir auch dabei, mit den Auf und Abs des Fußballs besser umzugehen und Niederlagen besser wegzustecken. Dadurch wurde ich ein mental sehr stabiler Spieler. Auf dem Platz bin ich aber sehr ehrgeizig und will immer gewinnen.“

Das sind die Ziele für die kommende Saison

Mit dem Team gehe es darum, schnellstmöglich die 40 Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Persönlich geht es darum, richtig anzukommen. „Ich habe noch einiges zu tun, bevor es richtig losgeht. Ich muss alles kennenlernen, das Umfeld und die Spielphilosophie. Ich werde noch ein bisschen brauchen, um dahingehend auf dem Niveau der Spieler zu sein, die schon länger dabei sind“, sagt er. Er wolle nun schnell die Spielphilosophie verinnerlichen und sich dann immer näher an die erste Elf ranarbeiten. „Und wenn ich nicht gleich spielen sollte, dann will ich ein guter Joker sein“, sagt Albers.

Das sagen die Verantwortlichen

"Man merkt, wie unangenehm er sein kann, wenn er mit dem Rücken zum Tor angespielt wird", sagt Trainer Mersad Selimbegovic. "Er ist im Strafraum gefährlich, kann viele Leute auf sich ziehen, kann Bälle halten und weiterleiten. Das ist genau das, was wir für unser Spiel brauchen."

Geschäftsführer Christian Keller sagt: "Mit Andreas Albers gewinnen wir einen klassischen Stoßstürmer hinzu. Das Spiel von Andreas zeichnet sich besonders durch Mentalität, fleißiges Arbeiten gegen den Ball und eine gute Präsenz in der Box aus."

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