Die letzten Hürden Metall-Tarifparteien: Einigung liegt in der Luft

Stefan Wolf (rechts), der Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung Südwestmetall und Roman Zitzelsberger, der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, geben in der Liederhalle während der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie ein Statement ab. Foto: Marijan Murat/dpa

Beide Parteien zogen sich noch einmal zurück, um mit ihren Gremien und den Vorständen der jeweiligen Dachverbände zu beraten. "Wir haben uns sowohl in der Geldfrage als auch bei den qualitativen Themen angenähert", hieß es.

Stuttgart - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie scheint eine Einigung noch am Montagabend oder in der Nacht zum Dienstag möglich.

"Wir haben uns sowohl in der Geldfrage als auch bei den qualitativen Themen angenähert", sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf in einem kurzen Statement am Abend. IG-Metall-Verhandlungsführer Roman Zitzelsberger sagte ebenfalls, man sei einen erheblichen Schritt weitergekommen.

Beide Parteien wollten sich zurückziehen, um mit ihren Gremien und den Vorständen der jeweiligen Dachverbände zu beraten. "Dort werden wir über die aktuellen Stände berichten und uns Rückmeldung holen", sagte Zitzelsberger, "und dann versuchen, in einer weiteren gemeinsamen Runde die letzten Hürden zu überbrücken. Das heißt, es kann heute gelingen."

Statt Teil-Ausgleich-Forderung wird alternatives Modell diskutiert

Es ist die sechste Verhandlungsrunde im Metall-Tarifkonflikt. Die Gewerkschaft hatte ursprünglich sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und Möglichkeiten zur Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Wochenstunden gefordert. Bestimmte Gruppen wie Schichtarbeiter, pflegende Angehörige oder Eltern junger Kinder sollten einen Teil-Ausgleich für entgangenen Lohn erhalten.

Die Arbeitgeber lehnten gerade das bisher ab. Statt der Teil-Ausgleich-Forderung wird nun über ein alternatives Modell diskutiert.

 
 

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