Das bringt der Dienstag Ärger in Koalition - Streit um Ribéry-Unterschrift - Drogenkonsumräume

Markus Söder (CSU, r), Ministerpräsident von Bayern, und Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Wirtschaftsminister von Bayern, kommen nach einer Kabinettssitzung zu einer Pressekonferenz. Foto: Sven Hoppe/dpa

Informieren Sie sich über wichtige Themen des Tages in Bayern in unserer Tagesvorschau. Was bewegt den Freistaat? Welche Termine aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport bestimmen den Tagesverlauf?

Bayerns Koalition streitet über Öffnung von Bars und Kneipen

Nach dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs droht heute im Kabinett um 10 Uhr ein neuer Streit der Koalitionäre zur Öffnung von Bars und Kneipen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Freitag angekündigt, dass er gegen eine völlige Freigabe sei. Er betonte, dass das Gericht zwar eine generelle Schließung nicht mehr für verhältnismäßig halte, Einschränkungen wie eine Koppelung an die Inzidenzwerte oder andere Auflagen seien aber ausdrücklich zulässig. Denkbar seien daher etwa spezielle Regelungen zur Sperrstunde, zum Alkoholausschank oder zu einer Sitzplatzpflicht. Dagegen hatte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erklärt, es sei "höchste Zeit", dass auch Bars und Kneipen nach dem langen Lockdown wieder ihren Geschäften nachgehen und Gäste bedienen dürften. Öffnungen mit bewährten Konzepten seien verantwortbar und könnten dazu führen, dass weniger private Treffen in Partykellern oder im öffentlichen Raum stattfänden.

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Millionenstreit um Ribéry-Unterschrift - Gutachter sagt aus

Nach jahrelangem Streit von Franck Ribéry mit einem Ex-Manager um drei Millionen Euro soll heute ein Gutachter vor Gericht die Echtheit von Ribérys Unterschrift unter dem strittigen Vertrag beurteilen. Ribérys ehemaliger Berater Bruno Heiderscheid fordert von dem französischen Fußball-Profi eine Provision für lang zurückliegende Dienste. 2005 war der jetzt 38-Jährige dank Heiderscheids Vermittlung von Galatasaray Istanbul zu Olympique Marseille gegangen. Ribéry soll Heiderscheid zunächst mündlich und 2006 dann auch schriftlich zugesichert haben, beim nächsten Wechsel zehn Prozent der Transfersumme zu erhalten. 2007 hatte der FC Bayern Ribéry für 30 Millionen Euro nach München geholt. Der Streitwert beläuft sich also auf drei Millionen Euro plus Mehrwertsteuer und Zinsen. Ribéry hatte Heiderscheid jedoch später vorgeworfen, seine Unterschrift sei gefälscht.

Süchtige zwischen Nothilfe und Kriminalisierung

Drogenkonsumräume könnten Leben retten, davon sind Landshuter Wissenschaftler überzeugt. Sie kritisieren die Staatsregierung, die in Bayern keine haben möchte. Der Bedarf wäre in Ostbayern da. Knapp 250 Menschen sind vergangenes Jahr in Bayern infolge ihres Drogenkonsums gestorben. Die meisten konsumieren die tödliche Dosis in ihrer Wohnung - fernab von Ersthelfern, die bei einer Überdosis den Tod verhindern könnten. Hätten sie einen Raum, in dem sie Drogen unter medizinischer Aufsicht spritzen könnten, könnte man Leben retten, sagen Professor Matthias Laub und Professorin Katrin Liel von der Hochschule Landshut (HAW).

Bayreuther Festspiele gehen mit "Tannhäuser" weiter

Die Bayreuther Festspiele gehen heute um 16 Uhr mit dem "Tannhäuser" weiter. Gezeigt wird die Richard-Wagner-Oper in der gefeierten Inszenierung von Regisseur Tobias Kratzer, die 2020 von den Kritikern der Zeitschrift "Opernwelt" zur Aufführung des Jahres gewählt worden war - als "hochgradig intelligentes, subversives, in Teilen rauschhaftes Roadmovie, das am Grünen Hügel weder mit Religions- noch mit Revolutionskritik sparte". Kratzers "Tannhäuser" war 2019 erstmals auf dem Grünen Hügel aufgeführt worden und sorgte dafür, dass eine Aufführung zum ersten Mal in der Geschichte der Festspiele nicht nur im Festspielhaus, sondern zum Teil auch im Park davor spielte.

Fortsetzung im Prozess gegen einen Mann, der seine Ehefrau aus Eifersucht ermordet haben soll

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Kosovaren vor, seine Frau mit zahlreichen Messerstichen getötet zu haben, weil sie drei Anrufe einer unbekannten Nummer auf dem Handy hatte. Es handelte sich den Angaben nach aber lediglich um die neue Telefonnummer des Bruders der Frau. Heute geht der Prozess vor dem Landgericht in Regensburg weiter.

Aufbau eines Selbsthilfegruppen-Netzwerks für Corona-Trauernde

Menschen, die Angehörige durch das Coronavirus verloren haben, sollen künftig in Selbsthilfegruppen Trost finden können. In einem Pressegespräch in Weiden stellen der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm, und Partner aus Zivilgesellschaft, Diakonie und Kirche die Pläne vor. Entstehen soll ein bayernweites Netzwerk von Trauergruppen. Eine erste Gruppe trauernder Corona-Angehöriger soll sich ab 4. August in Weiden treffen. Die Gegend war mit mehr als 500 Toten ein Corona-Hotspot gewesen.

Übergabe des Google-Quantenprozessors

Mit dem Sycamore-Prozessor wurde zum ersten Mal bewiesen, dass die Möglichkeiten des Quantencomputers weit jenseits des konventionellen Supercomputers liegen. Generaldirektor Wolfgang M. Heckl und Wieland Holfelder von Google erzählen in München, wie es ihnen gelang, das einmalige Exponat nach Deutschland zu holen.

Fortsetzung Prozess gegen Ex-Audi-Chef Stadler und drei Ingenieure

Die Staatsanwaltschaft hat sie wegen manipulierter Abgaswerte bei Dieselmotoren des Betrugs angeklagt. Der Prozess soll bis Dezember 2022 dauern.

Neubau des neuen Kinderklinikums in Nürnberg

Kinder konnten Ideen für den Neubau einreichen. Dieser soll alle kindermedizinischen Disziplinen sowie die Geburtshilfe unter einem Dach vereinen. Schirmherrin Karin Baumüller-Söder, der ehemalige Oberbürgermeister Ulrich Maly, Christkind Benigna Munsi und Fußball-Profi Marek Mintal starten die Mitmach-Kampagne "Baue mit".

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