Coronavirus in Landshut Zentrale Servicestelle auf Grieserwiese wieder geschlossen

Screeningmaßnahme in Landshut Foto: Marijan Murat/dpa

Zu riesigem Andrang und teils "tumultartigen Szenen" sei es bei der zentralen Servicestelle für Corona-Tests in Landshut gekommen. Vorerst muss die Servicestelle daher wieder geschlossen werden. Das hat die Stadt Landshut am Montag bekanntgegeben.

Die zentrale Screening-Stelle von Stadt und Landkreis Landshut, die erst am Vormittag auf der Grieserwiese ihren Betrieb aufgenommen hatte, wurde vorerst geschlossen. Zur Begründung hieß es, dass das Angebot eigentlich als Ergänzung und zur Entlastung der mobilen Testteams und der Hausärzte gedacht war, dass aber der Andrang wegen einer so nicht gedachten Vorgehensweise nicht zu bewältigen gewesen sei. Konkret verweist die Stadt auf die Hausärzte, die zu viele Anrufer ohne die eigentlich erforderliche, gründliche telefonische Anamnese weitergeleitet hätten, obwohl manche Personen "nicht ansatzweise einen konkreten Verdachtsfall einer Infektion mit dem Corona-Virus darstellten".

Binnen drei Stunden gingen nach Angaben der Stadt mehr als 130 Testanforderungen bei der Station ein. Zudem fuhren zahlreiche Bürger aus eigener Initiative zur Screening-Station. Diese mussten ausnahmslos abgewiesen werden. Teils sei es zu tumultartigen Szenen gekommen. Mehr als 70 Abstriche wurden an diesem Vormittag gemacht, mehr war nicht möglich.

Neben dem Betrieb der Servicestelle wird auch das eingerichtete Bürgertelefon zunächst nicht weitergeführt.

Landrat Dreier und OB Putz sprachen sich dafür aus, künftig vordringlich Personen aus Risikogruppen zu testen, die einschlägige Symptome zeigen, damit diese engmaschiger überwacht werden können.

Bei Fragen rund um das Corona-Virus können sich die Bürgerinnen und Bürger weiterhin unter der Telefonnummer 09131 6808-5101 informieren.

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