Cham Haus in der Propsteistraße brennt

Ein Haus in der Propsteistraße steht in Vollbrand. Foto: Altmann

Zwei Leichtverletzte und hoher Sachschaden sind Bilanz eines Brandes in der Chamer Innenstadt. Dieser brach am späten Nachmittag in einem Haus an der Propsteistraße aus. Schon von weitem waren Flammen und Rauchsäule zu sehen. Rasch am Ort des Geschehens eintreffende Feuerwehrleute und Kräfte des BRK evakuierten umgehend Bewohner aus Nachbargebäuden. Im brennenden Haus befand sich den vorliegenden Informationen zufolge niemand.

Dies musste jedoch nach Abschluss der Löscharbeiten noch geklärt werden, erläuterte Rettungsdienstleiter Michael Daiminger. Seine Teams aus mehreren Sanitätern und Notärzten versorgten im Laufe des Einsatzes zwei Verletzte ambulant. Insgesamt kamen 13 Einsatzwagen des Rettungsdienstes zum Einsatz. Sie übernahmen auch die Betreuung evakuierter Bewohner. Ob diese wieder in ihre eigenen vier Wände zurückkehren haben können, war im Laufe des Einsatzes noch zu klären. 

In einem Zimmer im ersten Stock der Hausnummer 10 ist das Feuer ausgebrochen. Die Gründe dafür aufzuklären, obliegt der Kriminalpolizei. Erste Schätzungen bezüglich der Schadenshöhe bewegen sich im mittleren sechsstelligen Eurobereich, sagte Stephan Fischer, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Cham. Ihm zufolge habe die Mitarbeiterin einer Zeitarbeitsfirma das Feuer während einer Raucherpause bemerkt. Sie sei auf der Terrasse gestanden als sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Explosion ereignete. Gegen 16.20 Uhr ging bei der Leitstelle der Notruf ein.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehr- und Rettungskräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Meterhoch schlugen die Flammen in den Himmel. Die Hitze brachte Eternitplatten und Fensterscheiben zum Bersten. Laut knallend verteilten sich deren Trümmer auf dem Asphalt der Propsteistraße. Der Dachstuhl brach im Bereich des Brandherds in sich zusammen.

Eine zufällig in der Nähe befindliche Rettungswagenbesatzung leitete umgehend erste Hilfsmaßnahmen ein. Sie konnten jedoch das brennende Hauses nicht mehr betreten, da das Treppenhaus bereits in Flammen stand, führte Daiminger aus.

Kreisbrandinspektor Marco Greil sah ebenfalls zufällig eine dunkle Rauchsäule über dem Stadtzentrum in den Himmel steigen. Er war gerade dabei einen Jugendfeuerwehrwettbewerb vorzubereiten. „Auf Sicht“, sei er losgefahren und erreichte beim eingehenden Alarm den Unglücksort. Er erhöhte umgehend die Alarmstufe, um auf ausreichend Kräfte zurückgreifen zu können. Prämisse hatte für ihn die Sicherung der Nachbargebäude. Zahlreiche Atemschutztrupps sowie die Drehleitern aus Cham und Roding erreichten dieses Ziel unter massivem Löschwassereinsatz. „Angesichts der Enge der Bebauung war das eine Herausforderung“, resümierte Greil. Rund 200 Feuerwehrmänner und -frauen waren im Einsatz. Das kühle Nass holten sie aus dem Regenfluss, Hydranten und Einsatzfahrzeugen.

Rindermarkt und Propsteistraße waren zunächst mit hunderten Schaulustigen, später mit Rettungskräften gefüllt. Für den Verkehr wurden sie gesperrt.

 
 

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