Campusleben Davids Erkenntnisse im Wintersemester 2020/2021

15. Januar 2021
#141: Der beste Weg
Wie lernt man eigentlich am besten? Das ist eine Frage, die ich mir im Laufe meiner Examensvorbereitung immer wieder gestellt habe, wenn ich das Gefühl hatte, dass nichts vorwärts geht. Auch jetzt knapp fünf Wochen vor der ersten Prüfung habe ich noch keine Antwort darauf gefunden. Aber ich habe viel ausprobiert: Karteikarten schreiben, Skript verfassen, mit Prüfungen üben und vieles mehr. Was war davon das Beste? Unabhängig davon, ob ich damit am Ende erfolgreich durch die Prüfungen komme, kann ich eine erste Einschätzung abgeben: nichts. Denn es hängt vom Lernstoff und von dir ab, wie man am besten vorgeht. Vergiss die YouTube-Videos, die versuchen, dir zu zeigen, wie du mit minimalem Aufwand die 1,0 schafft. Nimm dir die Zeit und probiere verschiedene Wege aus. Bringt eine Methode was, behalte sie bei. Bringt sie nichts, versuche was Neues. So findest du am Ende den Weg, der dich weiterbringt.

8. Januar 2021
#140: Unsicherheit
Noch knapp sechs Wochen bis zur ersten Prüfung oder etwa doch nicht? Wegen der Verlängerung des Lockdowns frage ich mich, ob meine erste Prüfung wirklich Ende Februar stattfinden kann. Ist es zulässig, rund 200 Leute in einen Saal zu setzen, um eine Prüfung zu schreiben, wenn wir in allen anderen Lebensbereichen Kontakte einschränken? Ich hoffe, dass das Kultusministerium bald reagiert und sich überlegt, wie, wann und ob die Prüfungen stattfinden können. Denn im Moment lerne ich mit großer Unsicherheit. Und das ist ziemlich nervenaufreibend.

31. Dezember 2020
#139: Angst
Eine Freundin hat mich letztens gefragt, wie ich so locker mit dem Staatsexamen umgehen kann. Um ehrlich zu sein: Ich kann es nicht. Zwar wirke ich zuversichtlich, aber auch ich habe Angst. Und das ist vollkommen okay und menschlich. Panik gehört bei so großen Prüfungen dazu. Wichtig ist nur, dass man den schlechten Gedanken nicht zu viel Platz gibt. Denn dann blockieren sie einen beim Lernen. Ich schreibe mir solche Gefühle immer von der Seele oder rede mit Freunden darüber. Danach lernt es sich gleich wieder viel besser.

23. Dezember 2020
#138: Schlechtes Gewissen
Weihnachten steht vor der Tür. Das bedeutet für mich: ein paar Tage Lernpause. Zugegeben: Wenn ich an die bevorstehenden Tage denke, an denen ich mal nicht fürs Staatsexamen büffle, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Denn der Berg an Sachen, die ich noch lernen muss, ist gigantisch. Aber man kann nicht immer Vollgas geben. Und Weihnachten ist genau die richtige Zeit, um nochmal Kraft zu tanken. Darum hier ein Appell an alle, die wie ich eigentlich lernen müssten: Gönnt euch die Auszeit und habt ein schönes Fest mit eurer Familie!

18. Dezember 2020
#137: Lerngruppe
Es stimmt: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Das beweist mir das Lernen fürs Erste Staatsexamen in einer Lerngruppe. Ich bereue fast ein wenig, dass ich nicht schon früher im Studium zusammen mit anderen so intensiv gelernt habe wie jetzt. Wir treffen uns einmal die Woche – natürlich virtuell via Zoom – und besprechen alte Staatsexamensaufgaben, klären Fragen, besprechen Probleme, tauschen Zusammenfassungen aus und vergleichen unsere Skripte. Dabei stelle ich immer wieder fest: Ich bin mit all dem Druck, den das Erste Staatsexamen fürs Lehramt mit sich bringt, nicht alleine. Wir alle stehen vor den gleichen Herausforderungen, vor den gleichen Problemen, sind mit ähnlichen Ängsten und Sorgen konfrontiert. Gemeinsam kann man damit viel besser umgehen. Man kann sich gegenseitig Mut zusprechen, sich aufbauen, wenn’s mal nicht so läuft, und sich Tipps geben. Außerdem versteht man Kompliziertes viel besser, wenn man es sich gegenseitig erklärt. Daher kann ich nur jedem, egal ob Schüler oder Student, wirklich ans Herz legen: Sucht euch gleichgesinnte Leute und gründet eine Lerngruppe. Ihr werdet auf jeden Fall davon profitieren!

4. Dezember 2020
#136: Lernplan
Noch knapp zwölf Wochen bis zu meiner ersten Examensprüfung! Und damit habe ich getan, wovon mir viele strengstens abgeraten haben: die Zeit bis zur ersten Klausur gezählt. Für mich war es aber wichtig, um einen Lernplan zu erstellen. Dieser hat mir dabei geholfen, den Überblick zurückzugewinnen. Denn nachdem die Termine der Prüfungen bekannt gegeben wurden, war ich kurzzeitig völlig verloren.

Ich bin dabei wie folgt vorgegangen: Zuerst habe ich einen Monatsplan aufgestellt, der mir die verbleibenden Wochen bis zum Examen zeigt. Auf diese Wochen habe ich den Stoff der einzelnen Fächer verteilt. So bilde ich kleine Lernportionen, die dann gar nicht mehr überfordernd wirken. Und so kann ich gerade wieder guten Gewissens weiterlernen. Vier Wochen vor den Prüfungen steht allerdings kein neues Wissen mehr an – da will ich nur noch üben, wiederholen und auswendig lernen. 

27. November 2020
#135: Abstriche Machen
Wie lernt man am besten fürs Examen? Eine Frage, die ich mir jeden Tag stelle, denn so richtig habe ich das für mich noch nicht herausgefunden. Deshalb habe ich Leute gefragt, die die Prüfungen schon hinter sich haben. Ihr wichtigster Tipp: Abstriche machen! Denn man kann nicht alles wissen. Und das muss man sich eingestehen.

20. November 2020
#134: Montagsmaler
Neulich habe ich mich mit Freunden abends über Zoom getroffen, da unsere Cafeten-Treffen in der Uni wegen Corona aktuell nicht stattfinden können. Dabei haben wir eine lustige Beschäftigung entdeckt: das Spiel „Montagsmaler“. Dazu überlegt sich jeder ein Wort und versucht, es auf das Zoom-Whiteboard zu zeichnen. Die anderen müssen dann erraten, was es wird. Das ist gar nicht so leicht, denn Zeichnen mit einer Maus ist unglaublich schwierig. Dafür hatten wir viel zu lachen und am Schluss ein paar ziemlich abgefahrene Kunstwerke.

13. November 2020
#133: Produktiv denken
Ich stecke mitten in den Vorbereitungen für das Erste Staatsexamen im Lehramtsstudium. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich kaum vorwärtskomme – und das, obwohl ich fast täglich mehrere Stunden am Schreibtisch sitze. Die enorme Stoffmenge erschlägt einen förmlich. Da bekommt man schnell das Gefühl, dass man nichts schafft. Deshalb habe ich mir angewöhnt, abends noch mal im Kopf durchzugehen, was ich an einem Tag erledigen konnte. Und es ist erstaunlich: Wenn man sich alles vor Augen führt, dann stellt man schnell fest, dass man gar nicht mal so wenig geschafft hat. Auf diesem Weg bin ich das Gefühl, bis zu den Prüfungsterminen nicht fertig zu werden, erst mal losgeworden. Natürlich gibt es aber auch Tage, an denen man nicht so produktiv ist. Die darf es auch geben – zur Erholung. Dann ist der nächste Lerntag umso erfolgreicher.

6. November 2020
#132: Keine Panik
Ich bin wieder zurück auf dem Campus (zumindest digital) und, wenn alles klappt, ist das neue Wintersemester das letzte, das ich an der Uni verbringe. Im Frühling trete ich die Prüfungen zum Ersten Staatsexamen für das Grundschullehramt an – sofern es Corona zulässt. Vor mir steht eine anstrengende Zeit des Lernens, aber ich bin zuversichtlich, denn: Andere haben die Prüfungen auch schon überlebt. Das ist übrigens ein Satz, den man sich vor allem als Ersti zu Herzen nehmen sollte. Lass dich nicht zu sehr von der Panik mitreißen und mach dein Ding

 

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