Campusleben Davids Erkenntnisse im Sommersemester 2021

9. Juli 2021
#157: Letzte Klausur
Das Sommersemester neigt sich dem Ende zu. Für mich stand deshalb diese Woche meine wirklich letzte Klausur an der Uni Regensburg an, die ich noch für mein Zusatzstudium antreten musste. Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich bei so einer kleinen Klausur nach den Staatsexamensprüfungen überhaupt nicht mehr aufgeregt sein würde. Außerdem ist in der Zwischenzeit mein Brief mit den Ergebnissen eingetrudelt und ich habe das erste Staatsexamen bestanden. Trotzdem war ich vor der Klausur ziemlich nervös. Man gewöhnt sich wohl nie an diese Prüfungssituationen! Am Ende lief die Klausur aber gut. Damit ist das Ende meines Studiums besiegelt und ich blicke nach vorne auf einen neuen Lebensabschnitt – der Vorbereitungsdienst.

2. Juli 2021
#156: Roboter
Vergangene Woche mussten wir an der Universität in einem Kurs Roboter testen, mit denen Grundschüler Informatik und Programmieren kennenlernen können. Weil das Seminar noch nicht in Präsenz stattfinden darf, haben wir dazu immer in Zweiergruppen einen kleinen Roboter ausgeliehen und auf dem Campus ausprobiert. Wir haben unseren Roboter tanzen, bunt blinken, im Rechteck und durch einen Hindernisparcours aus Schachteln und Schuhen fahren lassen. Das war richtig lustig und hat sich für zwei Stunden sehr nach Uni und Studium ohne Kontaktbeschränkungen wegen Corona angefühlt. Außerdem nehme ich in meinem letzten Semester in Regensburg noch mal richtig viel mit: nämlich, dass Informatik auch in der Grundschule unterrichtet werden kann, und zwar mit jeder Menge Spiel und Spaß.

25. Juni 2021
#155: Wehmütig
Der Regensburger Campus ist endlich wieder voller Leben. Denn dank niedriger Inzidenzen und Corona-Lockerungen kehrt dort wieder etwas Normalität ein. Manche Vorlesungen und Seminare finden mit Abstand wieder in Präsenz statt. Das spürt man inzwischen auch auf den Wiesen vor den Uni-Gebäuden. Hier sitzen kleine Gruppen auf Decken, Studenten spielen Frisbee. Auch in der Mensa ist wieder was los. So kurz vor Ende meines Studiums macht mich das wehmütig: Die viereinhalb Jahre Studium sind wie im Flug vergangen.

18. Juni 2021
#154: Campus-Freunde
Neulich haben ein paar Kommilitonen und ich festgestellt, dass jeder von uns mindestens einen Campus-Freund hat. Das sind Leute, mit denen man sich eigentlich gut versteht, die man aber nur auf dem Uni-Gelände trifft. Und wenn ich so darüber nachdenke, dann stelle ich fest: So eine Freundin habe ich auch. Egal wann, egal was, egal wo – unabhängig vom Studium finden wir einfach keine Zeit, um uns mal zu treffen. Durch Corona haben wir uns deshalb seit über einem Jahr nur noch virtuell gesehen, wenn wir gemeinsam einen Online-Kurs hatten. Es wird Zeit, dass wir endlich mal einen Kaffee trinken gehen ...

11.06.2021
#153: Zurück im Hörsaal
Nach ewiger Zeit der Online-Lehre kehren jetzt manche Studenten wieder zurück an die Uni. Denn mit den neuesten Corona-Regelungen ist das wieder erlaubt. So saß auch ich in dieser Woche endlich wieder in einem Vorlesungssaal, weil unser Seminar dafür eine Genehmigung bekommen hat. Das war ziemlich aufregend, denn die anderen 19 Leute in meinem Kurs habe ich bisher nur auf meinem Laptop-Bildschirm gesehen. Damit wir Abstände einhalten können, findet unser Kurs in einem Hörsaal statt, der eigentlich für 400 Studenten ausgelegt ist. Eine Diskussion über das Thema des Seminars – so wie ich es aus der Präsenz gewohnt bin – kam da leider nicht auf. Aber es fühlte sich nach etwas Normalität an, vor und nach dem Kurs über den Campus zu laufen und ein paar bekannte Gesichter zu treffen – wenn auch mit Maske.

03. Juni 2021
#152: Zeit sparen
Vor Kurzem habe ich meine Uni-Unterlagen aussortiert. Dabei ist mir erst bewusst geworden, wie viel Zeug ich in den vergangenen Jahren gelernt habe. Zwölf prall gefüllte Ordner stehen in meiner Wohnung plus sechs weitere nur mit den Unterlagen fürs Staatsexamen. Das Interessante an all den Materialien: Ich kann an ihnen nachvollziehen, wie sich mein Lernen im Laufe des Studiums verändert hat. In den ersten beiden Semestern habe ich es mit handschriftlichen Zusammenfassungen versucht, im dritten Semester mit am Computer erstellten Skripten. Ab dem vierten Semester habe ich dann einfach von den Powerpoint-Folien meiner Dozenten gelernt. Würde ich noch mal ein Studium beginnen, würde ich das schon von Anfang an so machen. Denn egal, wie man es macht – viel Stoff ist es immer, egal in welcher Form. Die Folienvariante spart aber auf jeden Fall Zeit.

28. Mai 2021
#151: Vergessen
Wir reden über die Öffnung von Schulen, der Gastronomie und des Einzelhandels. Was bei all den Corona-Beschlüssen aber vollkommen untergeht, sind die Unis. Als Student hat man das Gefühl, dass man vergessen wurde, denn eine Öffnung der Unis ist nicht in Sicht. Deshalb haben zwei Studenten unter @uni_zu auf Instagram einen offenen Brief an die Bundesregierung geschrieben. Sie fordern: „Denkt endlich auch an uns! Unsere Zukunft entscheidet sich jetzt!“ Ich kann mich ihnen nur anschließen. Man hat fast den Eindruck, dass offene Einkaufszentren wichtiger sind als unsere Bildung. David betreut Freischreib

21. Mai 2021
#150: Drückeberger
In meinem Studium habe ich schon viele Gruppenarbeiten erledigen müssen, die meistens in einem nervenaufreibenden Disaster geendet sind. Das lag vor allem daran, dass es immer mindestens ein Mitglied gab, das sich die Arbeit sozusagen machen hat lassen. In einem Seminar, das ich derzeit besuche, steht jetzt auch wieder eine Gruppenarbeit an und die beweist: Es geht noch schlimmer! Da alle Kurse online stattfinden, müssen wir uns auch online organisieren. Das ist ziemlich umständlich. Und natürlich gibt es auch wieder den typischen Drückeberger, den wir einfach nicht erreichen ...

13. Mai 2021
#149: Leer
Ich war vor Kurzem an der Uni Regensburg, um einige Bücher abzugeben. Die marode anmutenden Betongebäude, keine Menschenseele weit und breit – der Gang über den Campus fühlte sich an wie in einer Filmdystopie. Da wurde mir erst so richtig bewusst, wie sehr mir das Studentenleben fehlt. Freunde in der Cafete treffen, auf der Campuswiese die Sonne genießen, merkwürdige Mensa-Gerichte testen – all das ist wegen Corona nicht möglich. Es ist schade, dass mein Studium so endet. Bleibt zu hoffen, dass der Sommer ein bisschen Normalität zurückbringt und ich mich gebührend von der Uni verabschieden kann.

07. Mai 2021
#148: Freie Zeit
Mittlerweile liegen auch die mündlichen Staatsexamensprüfungen hinter mir und ich bin froh, dass die Lernerei endlich ein Ende hat. Aber mir wird mehr und mehr bewusst, wie sehr mich die Vorbereitung auf das Examen in den vergangenen Monaten vereinnahmt hat. Ich habe plötzlich keinen durchgeplanten Alltag mehr, der morgens mit einem Kaffee beginnt und den ich dann den ganzen Tag über zwischen Büchern am Schreibtisch verbringe. Ich habe plötzlich wieder Zeit für Dinge, die ich wochenlang hinten angestellt habe. Daran muss ich mich erst mal gewöhnen. Es fühlt sich fast so an, als müsste ich neu lernen zu leben.

29. April 2021
#147: Viertis
Auch wenn ich das Examen inzwischen hinter mir habe, bin ich noch – zumindest virtuell – an der Uni, denn ich muss noch einen Kurs nachholen. Den habe ich mit lauter Viertsemester. Und die beklagen sich jetzt schon über die viele Arbeit. Wenn die wüssten, was noch alles auf sie zukommt ... Mich kann nach dem Examen nichts mehr schocken. 

16. April 2021
#146: Abwarten
Ich bin wieder da. Ein letztes Mal starte ich in ein Semester an der Uni Regensburg, um Kurse nachzuholen, die wegen Corona verschoben wurden. Meine schriftlichen Examensprüfungen habe ich inzwischen hinter mir. Ich muss nur noch zwei mündliche Prüfungen bestreiten und abwarten. Denn bis ich alle Ergebnisse bekomme, dauert es ein paar Monate. Aber ich bin guter Dinge, dass ich den Campus nach diesem Semester hinter mir lassen kann. Bis dahin schreibe ich wieder jeden Freitag über mein Studium. 

 

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