Das falsche stille Örtchen hatte sich ein Neuankömmling am 18. Juli 2020 in einer Arbeiterunterkunft in Altdorf ausgesucht. Gleichwohl zeigte der 35-Jährige kein Interesse daran, über die Nutzung der Gemeinschaftstoiletten aufgeklärt zu werden - es kam zum Streit mit einem 52-jährigen Rumänen, der wohl auch aufgrund der enormen Alkoholisierung aller Beteiligter gegen 23 Uhr eskalierte: Am Ende hatte der 35-Jährige Schnittwunden von einer zerbrochenen Bierflasche an Hals und Unterarm.

Seit Montag muss sich der Rumäne erneut wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht verantworten. Der Bundesgerichtshof hatte auf Revision des 52-Jährigen hin das Urteil des Erstgerichts aufgehoben, das ihn im März 2021 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt hatte.