Bewerbung als Modellregion Mit Testkonzept: Landkreis Regen will auch Tourismus wieder öffnen

Auch der Landkreis Regen bewirbt sich als Modellregion für Corona-Lockerungen. Der Landkreis setzt in seinem Konzept stark auf den örtlichen Tourismus. (Symbolbild) Foto: dpa

Wie viele andere Landkreise und Städte in Bayern hat sich auch der Landkreis Regen als Modellregion zur Erprobung von Corona-Lockerungen beworben. Der Landkreis will dabei sogar noch einen Schritt weitergehen und auch den örtlichen Tourismus wieder öffnen. Gelingen soll das mit einem speziellen Testkonzept, das Landrätin Rita Röhrl (SPD) am Montag vorgestellt hat. 

Das Konzept wurde von der Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit dem Markt Bodenmais erstellt und geht vor allem beim Punkt Tourismus eigene Wege. "Wir begrüßen die Entscheidung unserer Staatsregierung, die Möglichkeit einer Einrichtung von Modellstädten oder -regionen in die aktuelle Infektionsschutzmaßnahmenverordnung aufzunehmen. Dass dabei der Tourismus, insbesondere die Hotellerie noch gar nicht vorgesehen ist mussten wir in unserem Konzept ignorieren", erklärt Joli Haller, Bürgermeister von Bodenmais, den Grundgedanken. Denn: Öffnungsschritte machen in einer Tourismusregion wie dem Landkreis Regen seiner Meinung nach nur Sinn, wenn sie die örtlichen Besonderheiten wie Unterkünfte, Gastronomie und Freizeiterlebnisse berücksichtigen und miteinbeziehen. 

Das Bodenmaiser Konzept basiert deswegen auf einer vollständigen Öffnung der Infrastruktur im Ort und später auch in der Region. Um weitere Infektionen zu verhindern und trotzdem öffnen zu können, setzt das Modell auf großflächige Tests. Das Motto lautet: "Getestete treffen auf Getestete". Tests erzwingen möchte Landrätin Rita Röhrl nicht, sie will das Testen vielmehr zu einem positiven Erlebnis machen. Sie ist überzeugt, dass sich durch die Öffnung der Hotels und Freizeitbetriebe eine Motivation zum Testen aufbauen lässt. "Der sonst oft kritisierte Tourismus könnte zum wirksamen Instrument zur Bekämpfung der Pandemie werden", heißt es dazu vonseiten des Landratsamtes. 

Nach wie vor sind bei dem Konzept allerdings auch viele Fragen offen - vor allem, weil bislang auch rechtliche Vorgaben aus den Ministerien fehlen. Welche Tests werden akzeptiert? In welcher Taktung müssen die Tests erfolgen? Und wer bezahlt sie? "Leider haben wir dazu seitens der Regierung keinerlei Rahmenkonzept erhalten, an dem man sich orientieren kann", erklärt Joli Haller. Daher sind einige Passagen des Testkonzepts in verschiedenen Versionen angelegt, um flexibel auf kommende Anforderungen reagieren zu können. Nun wartet Landrätin Rita Röhrl gespannt auf die Antwort aus München: "Wir stehen bereit, gemeinsam mit Bodenmais einen ersten Schritt zu tun um schließlich das Konzept auf den gesamten Landkreis anwenden zu können."

 
 
 

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