Beinahe-Tragödie bei Kelheim 22 Menschen kentern in Gummibooten auf der Donau

Beinahe-Tragödie am frühen Sonntagabend bei Kelheim. Dort kenterten 22 Mitglieder eines Tauchvereins in Schlauchbooten und aufblasbaren Gummitieren. Foto: Alexander Auer

Um Haaresbreite sind 22 Menschen am Sonntagabend auf der Donau bei Kelheim einer Katastrophe entgangen. Die Gruppe bestehend aus Erwachsenen und Kindern war mit Schlauchbooten und aufblasbaren Gummitieren im Hafenbereich unterwegs, als zur gleichen Zeit ein Schiff anlegte. Die Gummiboote trieben daraufhin ab und kenterten.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall am Sonntag gegen 18 Uhr. Kurz zuvor paddelten die 22 Mitglieder eines Tauchvereins noch seelenruhig mit ihren Schlauchbooten und aufblasbaren Gummitieren oberhalb der Schiffsanlegestelle Kelheim herum. Doch durch die starke Strömung trieb die gesamte Gruppe immer weiter stromabwärts auf die Schiffsanlegestelle zu. Das Problem: exakt zur gleichen Zeit wollte dort ein Fahrgastschiff anlegen. Via Außenlautsprecher und Signalhorn warnte der Kapitän die Gruppe mehrmals und forderte sie auf, diesen Bereich zu verlassen. Mit aller Kraft versuchten die 22 Personen in ihren Gummibooten am Ufer festzumachen, doch die Strömung war stärker. Sie trieben wieder in den Bereich der Schiffsanlegestelle. Dabei kenterten mehrere der Gummitiere und mehrere Personen aus der Gruppe wurden zum Teil unter den Schiffsanleger gezogen. 

Einzig dem geistesgegenwärtigen und umsichtigen Handeln des Schiffsführers war es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte. Er hatte die Gefahrensituation rechtzeitig erkannt und genug Abstand gehalten. Nur deshalb wurde niemand von dem Schiff erfasst. Stattdessen gelang es den im Wasser treibenden Menschen, sich unverletzt und aus eigener Kraft ans Ufer zu retten.

Wie sich im Anschluss herausstellte, waren mehrere Personen aus der Gruppe alkoholisiert. Gegen den Gruppenleiter wurde deshalb Strafanzeige gestellt. 

Im Einsatz war ein Großaufgebot an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch drei Rettungshubschrauber waren bereits im Anflug, konnten aber wieder abdrehen.

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