Bei negativem Corona-Test Aiwanger fordert Schulunterricht ohne Schutzmasken

Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert künftig einen Schulunterricht ohne Masken bei negativen Testergebnissen. Foto: Armin Weigel/dpa

Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) möchte Schulkindern nach einem negativen Corona-Test Unterricht ohne Maske erlauben. In einigen Wochen solle es seiner Ansicht nach heißen: "negativ getestet heißt runter mit der Maske", sagte er am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung mit der Initiative "Lasst uns öffnen", die sich für Lockerungen der Corona-Maßnahmen einsetzt.

Aiwanger verteidigte die Planung, Tests direkt in den Schulen abzunehmen. Wenn man sie die Eltern und Kinder zuhause machen lasse, müsse man bedenken, dass es auch 20 Prozent Kinder gebe, die ohne Frühstück in die Schule geschickt würden. Daher müsse man dann damit rechnen, dass ein zweistelliger Prozentsatz "ohne Test in der Schule aufschlägt". Ein Test in der Schule berge zwar das Risiko, dass ein positiv getestetes Kind "mit hochrotem Kopf in der Klasse sitzt", weil ihm das Ergebnis peinlich sei, dennoch glaube er, dass dies der richtige Weg sei. Ursprünglich seien die Freien Wähler zwar für Elterntests gewesen, hätten sich in der Koalition aber nicht durchsetzen können.

Aiwanger verteidigte dabei auch das sogenannte Tübinger Modell, das Lockerungen für Gastronomie, Kultur und Handel mit aktuellen negativen Tests vorsieht. Er würde nicht unterschreiben, dass es gescheitert sei.

Die Initiative "Lasst uns öffnen" hatte für Donnerstag zu Pressekonferenzen und Kundgebungen in Bayern aufgerufen. Unter anderem in München, Tegernsee, Bad Füssing, Pfaffenhofen, Bad Kissingen, Regensburg, Deggendorf und Mühldorf. Zudem hatte sie Unterstützer zu Postings unter #lasstunsöffnen aufgerufen. Bis zum frühen Donnerstag-Nachmittag hielt ich die Resonanz auf Twitter allerdings noch sehr in Grenzen.

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