Damit hat eigentlich niemand gerechnet. Nicht mal die Eltern. Mama Ursula und Papa Reiner (zugleich auch Coach) hatten ihr Hotelzimmer bis Samstag gebucht, verlängerten dann sehr gerne um eine Nacht. Weil die Sohnemänner im Sand von Timmendorfer Strand die Konkurrenz aufmischten und bei der deutschen Meisterschaft im Beachvolleyball mit dem Einzug ins Halbfinale für eine faustdicke Überraschung sorgten. Am Ende landeten Benedikt und Jonas Sagstetter auf dem vierten Platz. "Es ist wirklich gut gelaufen", resümierten die Brüder vom SC 53 Landshut mit einem breiten Grinsen im Gesicht: "Das beste Ergebnis in unserer Karriere."

Auf ein dermaßen verblüffendes Resultat deutete im Auftaktmatch noch wenig hin. Die Sagstetters, an Position zehn gesetzt, unterlagen den an Nummer sieben gelisteten David und Bennet Poniewaz vom FC Schüttdorf 09 mit 0:2 (17:21, 19:21). Nicht weiter tragisch. "Wir hatten nichts zu verlieren, das war ein gutes Spiel, um reinzukommen", sagte Jonas Sagstetter.