Bayern GPS-Sender für gefährdete Rotmilane im Freistaat

Ein Rotmilan kreist am Himmel. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild Foto: dpa

Hilpoltstein (dpa/lby) - Weil im Frühjahr immer weniger Rotmilane nach Deutschland zurückkehren, will der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Bayern 80 Greifvögel besendern. Ziel sei die Untersuchung nicht natürlicher Todesursachen, sagte Projektleiter Torben Langer am Mittwoch. "Also zum Beispiel Giftköder, Fallen oder Ähnliches."

Ab Juni sollen in sieben Landkreisen in Schwaben, Mittelfranken und Unterfranken Jungtiere im Nest mit den GPS-Sendern ausgestattet werden. Naturschützer und Interessierte können die Flugrouten der Greifvögel dann live im Internet verfolgen.

Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert und findet unter dem Namen Life Eurokrite europaweit statt.

In Deutschland lebt mit gut 10 000 Brutpaaren die Hälfte des weltweiten Rotmilan-Bestands. Die Art ist laut dem LBV durch illegale Verfolgung gefährdet und steht auf der Vorwarnliste bedrohter Vögel.

© dpa-infocom, dpa:210303-99-667765/2

 

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