Bayern BayernLB erwartet für 2022 Ende der rasanten Teuerung

Das Logo der bayerischen Landesbank in München. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild/dpa
Das Logo der bayerischen Landesbank in München. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild/dpa

München (dpa/lby) - Die BayernLB erwartet für das nächste Jahr ein Ende der rasanten Teuerung. Die Inflationsrate in Deutschland dürfte nach Prognose von Chefvolkswirt Jürgen Michels wieder auf unter zwei Prozent sinken. Im Euroraum spreche vieles dafür, dass es sich um einen temporären Anstieg der Inflationsrate handle, sagte Michels am Montag in München. "Dann sollten wir wieder unter die Zwei-Prozent-Marke kommen."

Allerdings schränkte der Ökonom selbst ein, dass auch diese Prognose mit Unsicherheiten behaftet ist: "Man muss das Ganze mit Vorsicht weiter betrachten." Ein Faktor, der die Inflationsrate höher als erwartet halten könnte, ist nach Einschätzung der BayernLB die von der künftigen Ampel-Koalition geplante kräftige Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro.

Dass sich die Teuerung im kommenden Jahr wieder verlangsamen wird, ist Konsens unter Ökonomen. Die BayernLB geht aber mit ihrer Prognose von einer vergleichsweise niedrigen Inflationsrate aus. Im November waren die Verbraucherpreise laut Statistischem Bundesamt im Jahresvergleich um über fünf Prozent gestiegen.

Die deutsche Wirtschaft könnte laut Landesbank im kommenden Jahr sehr viel kräftiger wachsen als heuer. Für die Euro-Staaten erwartet Michels im kommenden Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,2 Prozent, in Deutschland um 3,6 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:211206-99-276133/2

 

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