Fast 23 Jahre ist es her, dass im Juni 1999 in einem Nürnberger Gasthaus eine Rohrbombe explodierte. Der türkischstämmige Pächter hatte eine Taschenlampe gefunden, sie angeschaltet, so die Explosion ausgelöst - und überlebt. Heute ist klar: Das war der erste Sprenstoffanschlag des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Als solches erkannt wurde das aber erst 2013. Politisch aufgearbeitet wurde das bis dato nicht. Das soll sich nun ändern. Das "Taschenlampenattentat" ist zentraler Punkt des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses im bayerischen Landtag, der an diesem Donnerstag beginnt.