Baustatistik Ostbayern Neue Wohnungen: Hier gab es den größten Zuwachs

Die Zahl der neu gebauten Wohnungen in Bayern ist erneut gestiegen. Auch in den ostbayerischen Regionen sieht es gut aus. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa

Die Zahl der neu gebauten Wohngebäude und die Gesamtzahl der Wohnungen in Bayern ist seit 2011 um mehr als fünf Prozent gewachsen. Besonders in den großen Städten ist der Wohnungsbedarf weiterhin hoch, womit der Freistaat im bundesweiten Trend liegt. Was zeigt die Statistik für Ostbayern?

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekanntgab, hat die wachsende Bevölkerung vor allem in den Großstädten den Druck auf den deutschen Wohnungsmarkt erhöht. 2018 lebten in Deutschland 2,5 Millionen Menschen mehr als noch im Jahr 2012, das entspricht einem Plus von etwa drei Prozent. Großstädte wie Frankfurt am Main, Berlin und auch München wachsen stark – hier wirkt sich vor allem der Zuzug junger Menschen aus.

Der steigende Wohnungsbedarf zeigt sich auch in der Statistik des Bayerischen Landesamtes (LfStat): Ende 2018 gab es in Bayern demnach fast genau drei Millionen Wohngebäude und über sechs Millionen Wohnungen insgesamt, im Jahr 2011 waren es noch 2,9 Millionen Wohngebäude und leicht unter sechs Millionen Wohnungen. Die Zahl der Wohngebäude ist demnach um etwa fünf, die Gesamtzahl der Wohnungen um fast sechs Prozent gestiegen.

Niederbayern auf Platz drei bei Neubauten

Im Jahr 2018 wurden laut Statistik im Freistaat etwa 24.000 neue Wohngebäude errichtet, davon mehr als ein Drittel allein im Regierungsbezirk Oberbayern – 2011 lag die Zahl nur bei etwas über 20.000. Der Landkreis Erding verzeichnet gegen den Trend einen Rückgang der neugebauten Wohnungen: Von über 365 im Jahre 2011 auf nur mehr 250. Im Landkreis Freising wurden letztes Jahr knapp 300 Wohnungen gebaut, 2011 waren es noch etwa 380 gewesen.

Für Niederbayern zeigt die Statistik etwa 3.200 Wohnungs-Neubauten im Jahr 2018, über 1.000 mehr als noch 2011. Die Region liegt damit nach Oberbayern und Schwaben bayernweit auf Platz drei. Auf die Stadt Landshut mit zugehörigem Landkreis entfallen davon 555 Wohngebäude, womit die Region knapp vor dem Landkreis Straubing-Bogen und der Stadt Straubing mit etwa 480 Fertigstellungen liegt. Im Landkreis Deggendorf wurden 2018 knapp über 300 neue Wohnungen gebaut – etwas weniger als in den vorherigen Jahren.

Im Regierungsbezirk Oberpfalz wurden laut Statistik im Jahr 2018 fast extakt 2.500 Wohngebäude fertiggestellt, 500 mehr als 2011. Allein auf die Stadt und den Landkreis Regensburg entfielen davon ungefähr 880 Neubauten. Auch in der größten Stadt Ostbayerns und ihrem Umland zeigt sich also der bundesweite "Städte-Boom". Hier ist in absoluten Zahlen der größte Zuwachs unter den betrachteten Regionen in Ostbayern zu verzeichnen. Der Landkreis Cham kommt in der Auflistung auf 342 neu gebaute Wohnhäuser im vorigen Jahr - deutlich mehr als 2011 mit etwa 280.

(Daten: LfStat, Grafik: idowa, Hintergrund: Oliver Berg/dpa)

Großer Zuwachs bei Mehrfamilienhäusern

Der Anstieg der Wohnungsfertigstellungen in Bayern ist laut Statistik vor allem auf den Neubau von Mehrfamilienhäusern zurückzuführen: Im Jahr 2018 wurden etwa knapp 30.000 Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohnungen fertiggestellt. Aber auch mehr Ein- und Zweifamilienhäuser wurden nach jüngsten Zahlen in Bayern in größerem Umfang zugebaut: Ihre Zahl erhöhte sich im Jahresvergleich um mehr als 13 Prozent auf insgesamt rund 23.000 im Jahr 2018.

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