Auslandsblog Eintrag 4: Die ersten Wochen - 21. August 2016

Tēnā koutou, tēnā koutou, tēnā tatou katoa. Das ist Maori und bedeutet so viel wie "Hello everyone." Also in diesem Sinne - Seid gegrüßt!

Nun bin ich schon drei Wochen in Neuseeland und langsam lebe ich mich ein. Derzeit komme ich noch bei Gastfamilien unter. Zu Beginn hat man ja noch kaum Bekanntschaften in einem fremden Land und hat wenige Anlaufstellen. Die Gastfamilien helfen einem dabei enorm, in Neuseeland anzukommen sowie auch deren Kultur besser kennenzulernen. Die Neuseeländer, die ich bis jetzt getroffen habe, sind sehr zuvorkommend, nett und offen, was mich positiv auf mein Jahr blicken lässt.

Die Landschaft ist außerdem unglaublich – vom Sternenhimmel ganz zu schweigen. Momentan ist zwar noch Winter, aber es fühlt sich nicht so kalt an, wie in einem Winter in Deutschland. Dennoch ist das Wetter hier unberechenbar. Zwiebelschichten sind ein muss, da es morgens noch frostig ist. Nachmittags kann es aber zum T-Shirt-Wetter umschwenken.

Jeder Roadtrip, Lauf oder auch nur Blick in irgendeine Richtung ist atemberaubend, da man eine großartige Aussicht auf die Berge und weite Landschaften hat. Das Meer ist außerdem auch nur eine halbe Stunde entfernt, wobei das Schwimmen im Winter natürlich noch zu kalt ist. Dafür gibt es aber Hanmer Springs, ein Bad mit vielen Rutschen und Pools. Der Geruch in der Nase kommt dort von ein paar stinkenden, natürlichen und sehr heißen Pools, die ohne Chlor betrieben werden. Eine gesunde Abwechslung!

Ende der vierten Woche ziehe ich in das Hostel ein, in dem ich mit einem Lehrer und einem Freiwilligen für das Jahr zusammen wohnen werde. Dort lebe ich dann nicht mehr aus einem Koffer, in welchem ich langsam den Überblick verliere, sondern kann meine Sachen sortieren, aufräumen und organisieren. Dann hat alles seinen Platz und ich muss nicht mehr ewig nach meinen Kuschelsocken suchen.

Übrigens: Ich war bei der Geburt des kleinen Lämmchens Felix dabei. Da die Mutter es nicht füttern kann, wird es mit der Flasche aufgezogen. Durch meinen Freiwilligendienst kann ich in meiner ersten Gastfamilie einen kleinen Einblick in das Farmleben erhaschen. Hier gibt es viel Platz, Freiraum und Futter für glückliche Tiere statt der Massentierhaltung in engen Käfigen. Die Frühstückseier gibt es hier morgens frisch aus dem Garten. Es ist so viel anders als das Leben in einer Stadt. WIFI ist dort nicht selbstverständlich, was es aber auch mal ganz angenehm macht, nicht immer erreichbar zu sein.

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