Auslandsblog Eintrag 10: Three strangers, one intension - 2. Januar 2017

Je länger ich reise, desto mehr spannende Persönlichkeiten lerne ich kennen. Und doch haben sie alle etwas gemeinsam. Irgendetwas hat sie nach Neuseeland gebracht. Ob das jetzt Magie oder das Schicksal ist weiß ich nicht. Sicher bin ich mir aber, dass da ein ganzer Haufen Mut dazu gehört. Damit ihr genauer versteht, was ich meine, erzähle ich euch von drei Personen, die ich kennen lernen durfte.

Mit dem Sohn nach Neuseeland

Helmut (Name von der Redaktion geändert) hat sein Leben lang in einer traumhaften Gegend in Deutschland gearbeitet. Er hat viele Hotels aufgebaut und auch geleitet. Als Helmut 60 wurde, beschloss sein Sohn, nach Neuseeland auszuwandern, da er sich nach vielen Reisen in dieses Land verliebt hatte. Helmut entschied, nachdem ihn nicht mehr so viel in Deutschland hielt, sich seinem Sohn einfach anzuschließen. So kam er zu Beginn seiner Rente nach Neuseeland. Heute ist er 85 Jahre alt, lebt auf einer großen Farm und verkauft als kleines Hobby an einem Straßenverkauf selbstgemachte, Marmelade, Eier, Beeren und frisches Obst und Gemüse. Er ist glücklich über seine Entscheidung und genießt Neuseeland. Seine bayerische Kultur hat er einfach mitgebracht, und spricht mit seinem Sohn so viel bayerisch wie er möchte.

Einmal hin, für immer geblieben

Hamish (Name von der Redaktion geändert) ist in Schottland geboren und aufgewachsen. Seine Familie lebt auf der ganzen Welt verstreut und er muss reisen, um mit jedem Zeit verbringen zu können. Er hat in Schottland schon im Gefängnis gearbeitet sowie zehn Jahre in einer Psychiatrie. Bei der Psychiatrie war er sich eigentlich sicher, seinen Traumjob gefunden zu haben und wollte dort bleiben. Genauso sehr wollte er aber mehr von der Welt sehen und entschied sich dazu, für ein paar Monate auf Reisen zu gehen und dann zurückzukommen. Es blieb jedoch nicht bei ein paar Monaten. Er kam nach Hause und entschied sich, gleich noch einmal nach Neuseeland zu fahren und irgendwann beschloss, gleich dort zu bleiben. Jetzt arbeitet er als Zimmerer in Neuseeland und genießt jeden Moment seines Lebens.

Ein Tapetenwechsel

Jonas (Name von der Redaktion geändert) ist in Deutschland aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach seinem Abi zog seine Familie zusammen mit ihm nach Neuseeland um einen Tapetenwechsel zu machen. Mittlerweile leben sie seit 10 Jahren in Neuseeland. Jonas hat hier studiert und die Familie hat hier einen permanenten Wohnsitz und ist als offizielle neuseeländische Familie eingetragen.

Immer mehr Menschen haben Lust und gehen auf Reisen um ein Abenteuer zu erleben. Vorallem seit den letzten Jahren kommen immer mehr und mehr Touristen nach Neuseeland und viele Reisende, die ich treffe, könnten sich gut vorstellen, hier zu wohnen. Ich mit eingeschlossen. Neuseeland besticht durch seine umwerfende Natur und die warmherzigen Menschen. Trotzdem ist es nicht einfach, Hals über Kopf deine Sachen zu packen und umzuziehen. Und wenn es dazu kommen sollte, was packe ich denn dann ein?

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