Auslandsblog Eintrag 12: Chocolate, penguins and doughnuts - 24. Februar 2017

2017! Immer noch in Neuseeland und immer noch auf meinem Roadtrip durch die Südinsel.

Doch wie kann man besser in das neue Jahr starten als mit guter Gesellschaft. Und so besuchen meine Mitreisende und ich gute Bekannte in Dunedin und wandern gemeinsam in der Banks Peninsula auf einen Berg, um einen 360 Grad-Blick erhaschen zu können. Meine einheimischen Freunde machen mit mir eine Stadttour durch Dunedin, die ich sonst als normaler Tourist mit einem ganz anderen Auge kennen lernen würde. Außerdem besichtigen wir das Lanarch Castle. Ich vergleiche das mit der Burg Trausnitz aus meiner Heimatstadt und merke, dass neuseeländische Burgen so viel jünger sind, als ich es von Deutschland gewohnt bin. Das Lanarch Castle wurde 1871 gebaut, wohingegen die Burg Trausnitz schon im Jahr 1235 fertig gestellt wurde. Eine ziemlich junge Burg ist das in Dunedin also.

Die Schokoladen-Fabrik „Cadbury“ in Dunedin lasse ich mir als Schokoladen-Kenner natürlich ebenfalls nicht entgehen. Ich kreiere meine eigene Schokolade und fühle mich anschließend einen halben Tag krank. Es heißt zwar, viel hilft viel, aber zu viel Schokolade ist dann doch nicht ganz so gut für mich. Trotzdem genieße ich das Flair der großartigen Studentenstadt mit den vielen kleinen Secondhand-Shops und den außergewöhnlichen Plätzen.

Von Dunedin aus geht es weiter nach Oamaru und damit auf die Suche nach kleinen blauen Pinguinen. Mit der Unterstützung der Cousine einer Freundin und ihrem Mann, einer ganzen Weile spannenden Wartens und ganz viel Regen krabbelt plötzlich eine riesige Gruppe von Pinguinen aus dem Meer. Drei kleine blaue Pinguine finden einen Meter entfernt von mir Unterschlupf im Keller eines Hauses, um geschützt vor gefährlichen Tieren und der Kälte die Nacht zu verweilen. Nach diesem nächtlichen Abenteuer, vielen Kunst-Gallerien und tollen Gesprächen – unter anderem mit einem erfahrenen Kletter, der den Mount Cook schon bestiegen hat – setze ich meine Reise zum Mount Cook fort, um dort um die Gletscherseen zu wandern, einen perfekten Blick auf den Mount Cook bekommen und anschließend weiter zum Lake Tekapo zu fahren, um dort auf einem Campingplatz neben einer Schweizer Familie im Auto zu schlummern und den Sternenhimmel zu begutachten. Lake Tekapo besitzt den wohl schönsten Sternenhimmel der ganzen Welt.

Und so neigt sich mein Südinseltrip langsam dem Ende zu. Ich besuche noch ein paar Wochenmärkte, fotografiere in Springfield den Doughnut von Homer Simpson, besuche eine Freundin und ihre Familie in Christchurch und fahre am nächsten Tag zurück nach Hause. Und mit Zuhause meine ich meine WG in Hawarden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so schnell daran gewöhnen würde und diese WG als ein richtiges Zuhause ansehen würde. Doch ich tue es. Und es gefällt mir. Ich freue mich, nach einer großen Reise, auf der ich so viele tolle Orte und Menschen kennenlernen durfte, nun endlich wieder in meinem Bett zu schlafen, gute Freunde in der Nachbarschaft zu haben und beim Einkaufen erkannt zu werden. Ich genieße es, jeden Tag aufzuwachen und auf meinem Weg in die Arbeit Schafen und Shetlandponys begegnen zu dürfen. Es ist ein Geschenk, das ich noch lange genießen möchte.

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