Ausgleich in letzter Minute Jahn verspielt Sieg gegen Club: "Unglücklicher geht's nicht!"

Keinen Sieger gab es im Duell des Jahn (rechts Erik Wekesser) gegen den 1. FC Nürnberg (hier Oliver Sorg). Foto: Daniel Karmann/dpa

Trotz des Last-Minute-Ausgleichs sprach Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic nach dem 2:2 gegen Nürnberg von einem gewonnenen Punkt - und erklärte, warum Kapitän Marco Grüttner nicht von Beginn an spielte.

Ganz bitterer Spielverlauf für den SSV Jahn Regensburg! Die Oberpfälzer mussten sich am Dienstagabend zu Hause mit einem 2:2 im Derby gegen den 1. FC Nürnberg begnügen. Der Ausgleich fiel dabei erst in der vierten Minute der Nachspielzeit - per Eigentor von Tim Knipping. Dabei wurde ein Nürnberger Schuss gleich doppelt abgefälscht, erst von Sebastian Nachreiner mit dem Fuß, dann lenkte ihn Knipping mit dem Kopf ins eigene Tor. "Unglücklicher geht's nicht!", sagte hinterher Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic.

In den 90 Minuten zuvor hätte sich der Jahn einen Heimsieg eigentlich verdient gehabt. Zwar hatte der "Club" den besseren Beginn und ging durch Mikael Ishak (11.) auch verdient in Führung. Doch im Anschluss berappelte sich die Jahnelf und agierte vor allem im Spiel nach vorne besser als zuletzt. "Wir haben Moral gezeigt und uns nicht versteckt", fand Selimbegovic. Die Folge war der Ausgleich durch Andreas Albers nach Makridis-Hereingabe kurz vor der Pause (44.) und die Führung durch Sebastian Stolze drei Minuten nach dem Seitenwechsel (48.).

Der Jahn-Coach sah "eine richtig gute Leistung" seiner Mannschaft, die sich viele Möglichkeiten erspielt habe und auch nach Standards gefährlich gewesen sei. "Leider haben wir das 2:1 nicht über die Zeit gebracht. Aber wir nähern uns der 40-Punkte-Marke." Selimbegovic tat sich allerdings schwer dabei, ob er das Ergebnis als gewonnenen Punkt oder als zwei verlorene Punkte einschätzen sollte: "Ich entscheide mich für einen gewonnen Punkt, weil wir wieder einen Punkt näher an den 40 sind." Der Auftritt seiner Mannschaft mache zudem "Mut".

Für eine Überraschung hatte Selimbegovic bereits vor der Partie gesorgt, indem er Kapitän Marco Grüttner zunächst draußen ließ. "Wir haben uns mit Andreas Albers für einen frischen Spieler entschieden und zudem für Sebastian Stolze, der Speed mitbringt. Das hat gut geklappt", erklärte der Jahn-Coach. Grüttner habe die Entscheidung auch "als Kapitän" aufgenommen: "Marco ist bewusst, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Wir sind in der Mitte einer Englischen Woche und müssen die Kräfte verteilen."

Bereits am Freitagabend geht es für den Jahn mit dem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück weiter. Großartige Aufbauarbeit, glaubt Selimbegovic, muss er nach dem späten Nackenschlag nicht leisten: "Ich habe keine Köpfe hängen gesehen. Es ist nicht schön, aber gegen Kiel haben wir zum Beispiel spät den Ausgleich gemacht. Es geht jetzt darum, sich körperlich zu erholen und am Freitag wieder frisch aufzutreten."

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