Aus und vorbei Straubing Tigers scheiden aus den Playoffs aus

Cody Lampl (l.) von den Straubing Tigers und Dennis Reul von den Adler Mannheim liefern sich einen intensiven Zweikampf um den Puck. Foto: PIX-Sportfotos/Michael Ruffler

Der Traum vom Playoff-Halbfinale in der Deutschen Eishockey Liga ist geplatzt! Die Straubing Tigers haben am Samstagabend vor 10.311 Zuschauern das vierte Spiel der Viertelfinal-Serie bei hocheffizienten Adler Mannheim mit 3:8 (0:2, 1:3, 2:3) verloren und müssen die Serie mit 1:3 an die Kurpfälzer abgeben.  

Das erste Drittel begann mit hoher Intensität auf beiden Seiten. Es dauerte keine 30 Sekunden bis Straubings Marcel Brandt und Mannheims Tim Wohlgemuth aneinander gerieten und wegen übertriebener Härte vom Eis mussten. Die Straubing Tigers wussten das Vier-gegen-Vier besser zu nutzen. Nach einem starken Pass von Benedikt Kohl war Chase Balisy auf und davon und sorgte fast für die Führung. Torhüter Felix Brückmann parierte aber stark. Die Adler Mannheim kamen erst in der neunten Spielminute zu ihrer ersten großen Chance, als Jordan Szwarz alleine auf Taylor Parks lief, die Scheibe aber knapp am Pfosten vorbeizog. Nur wenig später bot sich den Hausherren die nächste große Möglichkeit. Ein Schuss rutschte Parks durch die Schoner, der Goalie drehte sich aber schnell und bekam den Puck noch knapp vor der Torlinie mit dem Fanghandschuh zum Greifen.

Rückstand schockt Straubing nicht

Wenig später mussten die Straubinger aber doch das erste Gegentor (13. Minute) hinnehmen: Mannheim griff früh an und eroberte sich in der Zone der Straubinger an der Bande den Puck. Tim Wohlgemuth war der Nutznießer, der sich frei vor dem Tor die Ecke zum 1:0 aussuchen konnte. Vier Minuten nach dem ersten Treffer baute Nico Krämmer nach nur 13 Sekunden in Überzahl - Brandon Manning musste nach einer Rangelei für zwei Minuten vom Eis - die Mannheimer Führung aus. Straubing wirkte von dem Rückstand zwar nicht geschockt, in der Offensive war das Team von Trainer Tom Pokel in der Folge aber zu ungefährlich.

Die Straubinger nahmen den Schwung aus den letzten Minuten des ersten Abschnitts mit ins zweite Drittel, die Treffer machten aber weiterhin die Mannheimer. Matthias Plachta (25.) nach einem Konter, Andrew Desjardins (28.) mit einem abgefälschten Schuss und noch einmal Plachta (28.) erhöhten innerhalb von dreieinhalb Minuten auf 5:0. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Adler erst zehn Mal auf das Straubinger Tor geschossen und somit eine sagenhafte Trefferquote von 50 Prozent.

Vogl ersetzt Parks im Tor

Parks musste deshalb das Tor verlassen und für Sebastian Vogl Platz machen, der zu seinem ersten Einsatz in den Playoffs kam. Der Wechsel zeigte auch Wirkung: Tigers-Kapitän Sandro Schönberger setzte sich mit einer starken Bewegung gegen einen Mannheimer durch, brachte den Puck auf Brückmanns Tor, der nur abprallen lassen konnte, und David Elsner stand richtig und schob zum 1:5 aus Sicht der Straubinger ein. "Ich glaube, wir haben richtig gut angefangen. Aber bei den Mannheimern waren gefühlt die ersten drei Schüsse drin. Dann wird es natürlich schwer", analysiert Tigers-Kapitän Sandro Schönberger nach dem zweiten Drittel im Interview mit MagentaSport.

Auch im letzten Spielabschnitt ließen die Adler nicht ab und erzielten erneut nach kurzem Überzahlspiel durch David Wolf (43.) das 6:1. Die Straubinger blieben weiter dran und warfen nochmal alles nach Vorne. Die Mannheimer nutzten die Lücken in der Tigers-Defensive und erhöhten durch zwei Konter von Jason Bast (48.) und Wohlgemuth (52.) auf 8:1. Von da an gingen die Hausherren die Partie etwas ruhiger an und kassierten prompt noch zwei Tore durch Mario Zimmermann (54.) und Travis St. Denis (56.). Die rund 1200 mitgereisten Straubinger Fans feierten ihr Team trotz des Ausscheidens lautstark.          

Adler Mannheim - Straubing Tigers 8:3 (2:0, 3:1, 3:2)

Schiedsrichter: Andrew Bruggeman (USA)/Gordon Schukies (Herne) +++ Zuschauer: 10.311 +++ Tore: 1:0 Wohlgemuth (11:46), 2:0 Krämmer (16:06), 3:0 Plachta (24:30), 4:0 Desjardins (27:30), 5:0 Plachta (27:53), 5:1 Elsner (28:36), 6:1 D. Wolf (42:23), 7:1 Bast (47:10), 8:1 Wohlgemuth (51:05), 8:2 Zimmermann (53:20), 8:3 St. Denis (55:52) +++ Strafminuten: 4 / 14.

 
 
 

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