Aufruhr auf YouTube Lego-Held: Thomas Panke bespricht auf YouTube Lego-Sets – auch die der Konkurrenz

„Welt, seid mir gegrüßt. Ich bin der Held der Steine, in Frankfurt am Main, im Herzen Europas!“ So enthusiastisch begrüßt Thomas Panke seine Fans auf dem Youtube-Kanal „Held der Steine“. Foto: Thomas Panke/dpa

„Welt, seid mir gegrüßt.“ So beginnt traditionell jedes Video des YouTubers Thomas Panke, auch bekannt als „Held der Steine“. Seit 2014 testet der Frankfurter auf seinem Kanal Lego-Sets – und auch die von Konkurrenzfirmen, zum Beispiel von Bluebrixx. Auch wenn die Aufmachung seiner Videos schlicht ist, haben seine „Klemmbausteinreviews“ eine loyale Fangemeinde angezogen, die mittlerweile über 620 000 Mitglieder umfasst – und für Stress mit seiner ehemaligen Lieblingsfirma gesorgt hat.

Ihr Hobby zum Beruf wollen viele Leute machen, aber nur die wenigsten davon trauen es sich. Einer davon ist Thomas Panke. Denn der „Held der Steine“ machte sich 2012 mit einem kleinen Legoladen, mitten in Frankfurt gelegen, selbstständig. 2014 kam der YouTube-Kanal dazu.

Der Großteil der Community wurde im November 2017 auf Thomas Panke aufmerksam, als dieser verbal ein 250 Euro teures Lego-Technik-Modell zerlegte, das die Firma zum 40. Geburtstag ihrer Technik-Reihe herausgebracht hatte. Das Spannende dabei: Thomas Pankes schnoddriger und doch irgendwie sehr fröhlicher Stil begeisterte sogar Zuschauer, die bisher wenig bis gar nichts mit Lego zu tun hatten.

Einfache Mittel, viel Wirkung

Thomas Pankes Videos wirken ein wenig wie aus der Anfangszeit YouTubes. Er hat eine einzige Kamera und einen einzigen Bildausschnitt, der sich nicht ändert. Wie bei einem Vlog redet er in die Kamera, während er das Lego-Modell, das er bespricht, in die Kamera hält und Details zeigt. Aufwendig ist das nicht, so kann der Zuschauer sich aber auch auf seine sehr witzigen und manchmal ziemlich sarkastischen Besprechungen konzentrieren. Die werden in den Kommentarspalten gefeiert – auch weil „Der Held der Steine“ kein Blatt vor den Mund nimmt.

Wenn ihm ein Set nicht gefällt, dann sagt er das und rät vom Kauf ab. Wem dabei die meist 10 bis 20 Minuten langen Videos zu kurz sind, der kann sich auf Thomas Pankes Twitch-Kanal ansehen, wie er verschiedene Sets zusammenbaut. Seit einem Jahr sind auch immer mehr „Klemmbaustein-Sets“ von Lego-Konkurrenten darunter. Das hat einen nicht besonders schönen Grund.

Der Streit mit Lego

2019 gerieten der „Held der Steine“ und Lego aneinander. Ob der Grund tatsächlich war, dass Lego befürchtete, das alte Logo des YouTube-Kanals könne mit dem eigenen verwechselt werden oder ob Thomas Pankes immer lautere Kritik an Modellen und der Preispolitik des Konzerns doch ein zu großer Dorn im Auge war, sei dahingestellt. Lego verklagte Thomas Panke wegen Markenrechts-Verletzung, kam damit aber nicht weit. Der Schaden war trotzdem angerichtet.

Weitere Marken

Seit dem Streit konzentrieren Thomas Panke und einige andere Lego-YouTuber sich verstärkt auf Marken wie Bluebrixx oder CaDA, die billiger und seiner Meinung nach auch spannender sind. Lego-Sets werden auch noch getestet, allerdings kommen nur die wenigsten gut weg.

Wer jedoch denkt, damit wäre beim „Held der Steine“ das Happy End gekommen, der irrt sich. Vor ein paar Wochen mahnte Lego ihn und andere YouTuber erneut ab – dieses Mal, weil sie die „Klemmbausteine“ der Konkurrenz in ihren Videos als Legosteine bezeichnen. Wie dieser Streit ausgeht, weiß noch niemand – Thomas Panke gibt sich aber selbstbewusst.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading