Aufatmen bei den Tigers und beim EVL Bayern erlaubt mehr Zuschauer in den Hallen

Das Straubinger Eisstadion könnte bald wieder annähernd voll besetzt sein. Allerdings müssten die Fans auf den Rängen dann Masken tragen. Foto: Eibner/imago

Die bayerischen Profiklubs der Hallensportarten dürfen aufatmen. Die Staatsregierung lockerte bei einer Kabinettssitzung am Dienstag die Bestimmungen für die Zulassung von Zuschauern. Demnach können in Hallen mit einem Fassungsvermögen bis zu 5.000 Besuchern alle Plätze nach der 3G-Regel belegt werden - allerdings muss am Platz Maske getragen werden, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können. Von dieser Neuregelung profitieren unter anderem Vereine wie die Straubing Tigers und der EV Landshut, die sich zuletzt mit einer gemeinsamen Kampagne für mehr Zuschauer in den Stadien stark gemacht hatten. 

Geht die Kapazität einer Halle über 5.000 Besucher hinaus, stehen noch 50 Prozent der weiteren Plätze zur Verfügung. Den Veranstaltern ist es freigestellt, ob sie auf Masken bestehen. Ohne Masken muss die Zuschauerzahl aber so weit reduziert werden, dass die vorgeschriebenen Abstände (1,5 Meter) eingehalten werden können. Zwischen Sitz- und Stehplätzen wird nicht mehr unterschieden. Veranstalter können eigenmächtig die 2G-Regel anwenden.

Gleiche Bedingungen in der DEL

Damit herrschen zunächst gleiche Bedingungen für die Klubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL), die am 9. September in die neue Saison startet. In der abgelaufenen Corona-Spielzeit mit verkürztem Programm in leeren Hallen schrumpfte der Gesamtumsatz laut Geschäftsführer Gernot Tripcke auf 84 Millionen Euro. 2018/19 hatte die DEL noch 130 Millionen umgesetzt, im Jahr darauf 125 Millionen ohne die lukrativen Play-offs, die wegen der Pandemie abgesagt werden mussten.

In der vergangenen Geisterspielsaison seien der Liga "60 Millionen durch die Lappen gegangen", betonte Tripcke, "denn wir wären normalerweise bei etwa 150 Millionen gewesen." Rechne man die zusätzlichen Zuschüsse der Klubbesitzer heraus, "ist uns die Hälfte weggebrochen".

In der neuen Spielzeit peilt Tripcke an, "dass wir zumindest in einen Bereich von 100, 120 Millionen kommen". Die Klubs mussten bei der Lizenzierung ihre Etats sicherheitshalber ohne Zuschauereinnahmen einreichen.

 
 
 

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