Bedeutung: etwas nur andeuten, vorsichtiges Kritiküben

Herkunft: Diese Redensart geht auf die sogenannte Blumensprache zurück. Bestimmten Blumen werden aufgrund ihrer Farbe, ihres Aussehens oder Zustandes verschiedene Aussagen oder Bedeutungen zugeschrieben. Bereits seit dem 18. Jahrhundert wurde dieses „Blümeln“ verwendet, um auf charmante Weise vielerlei Gefühle auszudrücken. Beispielsweise konnte eine Dame einen werbenden Mann von sich weisen, indem sie ihm eine Strohblume schenkte. Ganz klassisch ist natürlich auch die rote Rose als Zeichen der Liebe. Bereits die Römer kannten sogenannte Redeblumen oder Wortblumen, als unnötiges und schmückendes Beiwerk in unserer eigentlichen Sprache. Sie bezeichneten dies als „flosculus“, zu deutsch „Blümchen“. Daraus entwickelte sich der heute gebräuchliche Begriff „Floskel“. Wenn man etwas nicht durch die Blume sagt, sondern unverblümt seine Meinung darlegt, dann spricht man offen und ohne Rücksichtnahme.