Bedeutung: das Schlimmste befürchten, pessimistisch sein

Herkunft: Diese Redewendung gibt es schon sehr lange. Bereits im Mittelalter herrschte der Aberglaube, dass einen der Teufel, Geister oder Dämonen dann heimsuchten, wenn man sie beim Namen nannte. Daher auch der Ausdruck „Wann man vom Teufel spricht, kommt er“. Es genügte bereits eine Abbildung des Teufels, um ihn herbeizurufen. Um sich zu schützen, brachte man die Segensformel C+M+B über der Haustür an, wie es auch heute noch weitgehend üblich ist. Die Abkürzung steht für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“, auf deutsch: Christus segne dieses Haus. Damit wollte man sich und die Bewohner des Hauses vor dem Teufel und anderen bösen Geistern schützen. Aus diesem Brauch entwickelte sich der Ausspruch: Man soll den Teufel nicht über die Tür malen. Martin Luther (1483 bis 1546) wandelte diesen ab in den Ausdruck: Man darf den Teufel nicht an die Wand malen. Im Laufe der Zeit setzte sich diese Version dann durch. Jemand, der den Teufel an die Wand malt, lockt also den Teufel an und beschwört damit ein Unglück herauf.