Appell von Landrat Trapp Landkreis Dingolfing-Landau sucht dringend Pflegekräfte

Der Landrat im Kreis Dingolfing-Landau, Heinrich Trapp, wendet sich mit einem eindringlichenAppell an die Öffentlichkeit. Der Landkreis will sich auf mögliche Ausfälle in der Pflege wegen des Coronavirus wappnen. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild

Heinrich Trapp, Landrat im Landkreis Dingolfing-Landau, wendet sich mit einem Appell an die Öffentlichkeit und bittet alle ausgebildeten Pflegekräfte, die aus privaten Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben, sich als Notfall-Pflegekräfte zu melden. Die Vorkehrungen für Notbesetzungen brauche es, sollte das Personal in der Seniorenbetreuung und -pflege im Landkreis krankheitsbedingt ausfallen.

Interessenten werden gebeten, sich ab Montag im Landratsamt unter der Telefonnummer 08731/87116 oder bei der Freiwilligenagentur (08731/3247133, info@fwa-dingolfing-landau.de) zu melden. Landrat Trapp will zusammen mit der Leiterin der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Regierungsdirektorin Elisabeth Fischer, und einem 20-köpfigen Koordinierungsteam den Landkreis auf die kommenden Tage vorbereiten. Ein Lichtblick war ein Telefonat mit einem Landauer Unternehmer. Dieser will helfen, den Engpass bei Schutzmasken in den Griff zu bekommen. 

Unverständnis zeigte der Landrat für das Verhalten von Menschen, die trotz einer verordneten 14-tägigen Quarantäne in Geschäften und Behörden auftauchten. Der Landrat wird sich in den nächsten Tagen erneut mit meinem offenen Brief und einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit wenden.

Wie der Landrat am Freitagnachmittag mitteilte, gibt es im Landkreis Dingolfing-Landau 25 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 182 Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne (Stand: 20. März, 14.30 Uhr).

Einen schweren Fall, der im Krankenhaus behandelt werden müsse, gebe es gegenwärtig in Dingolfing-Landau – anders als in Nachbarlandkreisen – noch nicht. Wie ernst die Lage ist, zeigte eine Telefonkonferenz der niederbayerischen Landräte, bei der darüber ausgesprochen wurde, dass für einige Patienten in Niederbayern Lebensgefahr bestehe.

 

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